Guterres warnt vor eskalation: trump droht iran mit angriffen

Die Rhetorik des Weißen Hauses hat eine neue Dimension erreicht: Donald Trump drohte dem Iran mit verheerenden Angriffen auf Energieinfrastruktur und Brücken, sollte Teheran seine Position im Streit um den Atomdeal nicht überdenken. António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat nun eindringlich vor einer weiteren Eskalation gewarnt und auf das Völkerrecht hingewiesen – eine Reaktion, die die internationale Gemeinschaft in Alarmbereitschaft versetzt.

Die un mahnt zur besonnenheit angesichts trumps drohungen

Die un mahnt zur besonnenheit angesichts trumps drohungen

Stéphane Dujarric, der Sprecher Guterres’, bestätigte in einer Pressekonferenz, dass der portugiesische Diplomat „sehr deutlich“ in Bezug auf das Völkerrecht gewesen sei. Die Äußerungen Trumps, die über soziale Medien verbreitet wurden und mit einem Angriff auf iranische Infrastruktur drohten, hätten erhebliche Besorgnis ausgelöst. Die Gefahr einer unkontrollierten Eskalation in einer ohnehin schon angespannten Region ist damit real.

Konkret betonte Dujarric, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur, einschließlich Energieanlagen, grundsätzlich verboten sind. Selbst wenn bestimmte Infrastrukturen als militärische Ziele betrachtet würden, gelte das Völkerrecht, das Angriffe verbietet, wenn unverhältnismäßige zivile Schäden zu erwarten sind. Die Warnung des UN-Generalsekretärs ist ein deutliches Signal an beide Seiten des Konflikts, die Notwendigkeit einer deeskalierenden Diplomatie zu erkennen.

Die Drohungen Trumps, die eine „vollständige Zerstörung“ des Iran in einer einzigen Nacht andeuten, sind nicht neu. Sie sind Teil einer Strategie, mit der die USA Teheran unter Druck setzen wollen, den Atomdeal wieder zu verhandeln und seine militärischen Ambitionen einzuschränken. Doch die Reaktion der UN zeigt, dass diese aggressive Rhetorik nicht unbemerkt bleibt und die Gefahr eines militärischen Konflikts in dieser Region weiter zunimmt.

Die Frage, ob eine Aktion als Kriegsverbrechen zu werten sei, werde von Gerichten entschieden, so Dujarric. Doch die eindeutige Verletzung des Völkerrechts, die solche Angriffe darstellen würden, ist unbestreitbar. Die Situation erfordert mehr als nur Lippenbekenntnisse; sie fordert eine entschiedene diplomatische Initiative, um eine weitere Verschärfung der Lage zu verhindern. Denn wie Guterres betonte, gibt es keine „alternative viable“ Lösung für internationale Konflikte als den Weg des Friedens.

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