Schlafschmerzen? dieser übung kann abhilfe schaffen
Nachts aufwachen, weil die Schulter schmerzt – ein Ärgernis, das viele kennen. Doch es gibt eine einfache Übung, die vor dem Zubettgehen durchgeführt werden kann, um die Beschwerden zu lindern. Ein Detail, das oft übersehen wird: Der Körper hat seinen eigenen Schmerz-Takt.

Der innere schmerz-wecker
Marcos Sacristán, ein spanischer Physiotherapeut, erklärt auf TikTok, dass die Schmerzempfindlichkeit im Laufe des Tages variiert. „Euer Körper hat einen inneren Wecker für Schmerzen. Die Empfindlichkeit ist am niedrigsten am Nachmittag und am höchsten gegen zwei Uhr morgens“, so Sacristán. Das bedeutet, dass ein leichtes Ziehen tagsüber plötzlich zu einer unerträglichen Qual in der Nacht werden kann. Es ist, als ob der Körper nachts seine Schmerzschwellen absenkt, ein Mechanismus, den wir oft ignorieren.
Aber es gibt mehr. Die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, spielt ebenfalls eine Rolle. „Melatonin aktiviert auch Schmerzrezeptoren im Schulterbereich“, betont Sacristán. Der gleiche Stoff, der uns in den Schlaf wiegen soll, kann also gleichzeitig die Schmerzen verstärken. Ein paradoxes Phänomen, das uns daran erinnert, dass der Körper ein komplexes System ist, in dem verschiedene Faktoren zusammenspielen.
Und schließlich der mechanische Aspekt: „Wenn man sich hinlegt, werden die empfindlichen Strukturen in der Schulter zusammengedrückt“, so der Experte. Die Position, in der wir schlafen, kann den Druck auf bestimmte Bereiche erhöhen und somit die Schmerzen auslösen oder verschlimmern. Es ist eine Kombination aus biologischen und physikalischen Faktoren, die den nächtlichen Schmerz erklärt.
Sacristán empfiehlt daher eine einfache Übung, die vor dem Schlafengehen durchgeführt werden kann: „Ich empfehle meinen Patienten seit Jahren, diese Übung zu machen, um die Verspannungen zu lösen und besser zu schlafen.“ Die Übung ist unkompliziert und erfordert lediglich einen Stuhl und eine Wasserflasche. Man legt den gesunden Arm auf die Rückenlehne des Stuhls und den Kopf darauf. Der schmerzende Arm wird locker hängen gelassen und sanfte Pendelbewegungen ausgeführt. Das Ziel ist es, die Muskulatur des Schultergürtels zu entspannen und die Schulter zu „entkoppeln“, sodass der Druck reduziert und der Schmerz gelindert wird. Es geht darum, dem Körper eine kleine Pause zu gönnen, bevor er in die Nacht entgleitet.
Die konsequente Anwendung dieser Übung kann bereits nach wenigen Nächten zu einer spürbaren Verbesserung der Schlafqualität führen. Denn manchmal ist es nicht die komplizierte Diagnose, sondern die einfache Lösung, die uns den Schlaf zurückbringt. Und die Erkenntnis, dass unser Körper ein eigenes Timing hat, ist der erste Schritt zu einem schmerzfreien Schlaf.
