Thüringen schockt chemnitz: 4:0-sieg mit abseits-drama
Ein Fußball-Ausflug in die Regionalliga Nordost endete in einer Demütigung für den Chemnitzer FC. Der FC Rot-Weiß Erfurt feierte einen überraschenden 4:0-Sieg im Stadion an der Gellertstraße, der jedoch von zahlreichen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen überschattet war.

Erfurt dominiert, chemnitz verzweifelt – und die diskussion dreht sich um den schiedsrichter
Die Partie begann fulminant: Romario Hajrulla brachte Erfurt bereits in der 2. Minute per Freistoß in Führung. Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer von Tobias Müller (9.) wurde aufgrund einer Abseitsstellung aber nicht anerkannt – ein Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf des Spiels. Kurz darauf erhöhte Falcao (15.) auf 2:0 für die Gäste. Chemnitz wirkte geschockt, doch die Mannschaft zeigte kämpferischen Willen.
Der Schock für RWE kam in der 23. Minute, als Kapitän Til Linus Schwarz nach einem Foul von Alberico verletzt vom Platz musste. Er soll voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Trotzdem gelang es Chemnitz, kurz vor der Pause durch Obed Ugondu (45.) auf 3:0 zu verkürzen – ein Treffer, der jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.
Die zweite Halbzeit war geprägt von weiteren strittigen Entscheidungen. Ein weiterer Treffer von Ugondu (39.) wurde ebenfalls nicht gegeben, und Nathan Claxton (41.) erhöhte auf 4:0. Die Gastgeber versuchten, aufzuerisieren, doch die gut organisierte Abwehr der Thüringer ließ kaum etwas zu.
Alberico verkürzte kurz nach Wiederbeginn (51.) erneut auf 4:1, doch auch dieser Treffer wurde wegen Abseits zurückgewiesen. Danach verging die Zeit, und Erfurt kontrollierte das Spiel souverän. Die Abwehr der Gäste wirkte stets sicher, und die thüringische Mannschaft ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.
Ex-Jenaer Torsten Ziegner, der die Partie für den MDR kommentierte, sah im starken Auftritt von Erfurt eine Chance für den Aufstieg. „Die Standard-Situationen haben das Spiel entschieden. Aber es war ein starker Auftritt. Bei nur acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Lok und noch dem direkten Duell ist da durchaus noch eine Chance!“ Lok Leipzig hat jedoch ein Spiel weniger absolviert und empfängt am Sonntag Hertha BSC II.
Für Chemnitz bleibt die Niederlage eine bittere Pille zu swallowen. Nicht nur die sportliche Leistung blieb hinter den Erwartungen zurück, sondern auch die strittigen Schiedsrichterentscheidungen trugen zu der Demütigung bei. Die Frage ist, wie die Sächsischen nun mit dieser Führung umgehen.
Die Demütigung in Chemnitz ist mehr als nur ein sportliches Ergebnis. Sie wirft ein Schlaglicht auf die Qualität der Schiedsrichterleistung in der Regionalliga und die damit verbundene Belastung für die Spieler. Die Saison wird noch lange diskutiert werden.
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