Angels landing: ein trail aus dem jenseits

Der Zion National Park in Utah wirkt wie ein Ort aus einem Märchen. Ein felsiger Berg wie ein Gemälde, überblickend eine Landschaft aus roten Bergen und tief eingeschnittenen Canyons. Doch wer hier ausglitt, stürzt hunderte Meter in die Tiefe. Der Angels Landing Trail gilt als einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt.

Nur die stärksten erreichen das plateau

Erreicht man den Gipfel, stehen 1756 Meter Höhe und ein atemberaubender Blick über den Zion Canyon und die tief unten liegende Landschaft für die wenigen, die den Trail überleben. Doch die Herausforderung beginnt erst, wenn man den letzten Abschnitt der Wanderung erreicht hat.

21 enge Serpentinen warten, an denen Wanderer in kurzer Zeit viele Höhenmeter zurücklegen müssen. Die letzten 150 Höhenmeter sind die gefährlichsten. Der Pfad wird extrem schmal und ist nur stellenweise mit Ketten gesichert. Links und rechts eröffnen sich schwindelerregende Abgründe, die für die meisten tödlichen Abstürze verantwortlich sind.

Die offizielle Website des Nationalparks warnt: Man braucht keine übermenschlichen Nerven, aber selbst erfahrene Wanderer müssen während der gesamten Tour wachsam bleiben. Trotz der riesigen Gefahr strömen die Menschen weiter auf den Berg.

Die Genehmigung für die Besteigung wird über eine tägliche Online-Lotterie vergeben. Die Teilnahme kostet sechs Dollar. Allein im Jahr 2022 wurden mehr als 400.000 Genehmigungen erteilt.