Abgrundblick im paradies: angels landing – wo der tod zum abenteuer wird
Zion, Utah – Ein Ort von atemberaubender Schönheit, der aber auch eine erschreckende Gefahr birgt. Der Wanderweg Angels Landing wird als einer der gefährlichsten der Welt bezeichnet, und das aus gutem Grund.
13 Tote seit 2000: die lawine der besucher
Seit Beginn des neuen Jahrtausends sind bereits 13 Menschen auf dem schmalen Felsen gestorben. Andere Quellen sprechen von bis zu 20 Todesfällen. Die Zahl ist alarmierend, doch der Ansturm auf den 1756 Meter hohen Gipfel nimmt kein Ende.
Der Aufstieg beginnt relativ unbeschwert. Doch ab dem sogenannten „Final Stretch“ wird es ernst. 21 enge Serpentinen führen den Wanderer vertikal bergauf, mit steilen Abgründen auf beiden Seiten. Ketten dienen als Halt, doch selbst erfahrene Bergsteiger müssen konzentriert bleiben.
Der Name des Felsens stammt von Frederick Vining Fisher, der 1916 beim Anblick des Gipfels ausrief, dass nur ein Engel dort landen könne. Diese Metapher trifft bis heute zu. Die Aussicht ist überwältigend, aber der Preis dafür ist hoch.
Aufgrund der hohen Nachfrage vergibt der Nationalparkservice die Genehmigungen per Lotterie. Für die Teilnahme werden aktuell sechs Dollar erhoben. Über 400.000 Genehmigungen wurden seit 2022 vergeben.
Die Wanderung dauert je nach Fitnesslevel bis zu vier Stunden. Ein Abenteuer, das mit tödlichen Konsequenzen enden kann – und trotzdem immer mehr Menschen anzieht.
