Afd-zirkus im bundestag: österreichische 'ibiza-affäre' als ratgeber

Die Alternative für Deutschland (afd) hat sich in den Bundestag gerettet – und stattet sich dabei mit einem ungewöhnlichen Berater aus.

Rückzug in die vergangenheit: fpö-erfahrungen als rettungsanker

Der Partei, die sich als Bollwerk gegen die europäische Integration inszeniert, dient die Expertise einer Partei, die selbst in Skandalen und Koalitionsbrüche abdriftete. Hubert Fuchs, ehemaliger Staatssekretär im österreichischen Finanzministerium, soll die AfD mit seinen Erfahrungen aus der turbulenten Zeit beraten.

Fuchs, einst Teil der FPÖ unter Sebastian Kurz, warnt vor den Gefahren, wenn pragmatische Koalitionsgespräche in reine Ideologie abgleiten. Die ‘Ibiza-Affäre’, die 2019 zur Zerschlagung der Regierung führte, wird als Mahnung dienen. Die AfD, die sich selbst als ‘Entrupfer’ der etablierten Kräfte sieht, sucht nun in Österreich nach einem Rezept für den Erfolg.

Wahlkampf-turbulenzen in ostdeutschland

Wahlkampf-turbulenzen in ostdeutschland

Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind für die AfD von entscheidender Bedeutung. Die Umfragewerte liegen bei fast 40 Prozent – ein Signal, das die Partei nicht ignorieren kann. Ulrich Siegmund und Leif-Erik Holm, die Landeschefs, sollen ihre Strategien für eine mögliche Regierungsbeteiligung präsentieren.

‘Wir wollen regieren,’ erklärt AfD-Vize Sebastian Münzenmaier. ‘Zuerst in den Ländern, dann im Bund.’ Die AfD betrachtet die FPÖ als Vorbild – eine Partei, die trotz ihrer eigenen Probleme wiederholt an die Macht kam. Die österreichische Erfahrung soll nun die AfD auf ihrem Weg in die Politik unterstützen. Die Situation ist angespannt, aber die Partei scheint fest entschlossen, ihre Chancen im Osten Deutschlands zu nutzen.

Es bleibt abzuwarten, ob die ‘Ratschläge’ aus Österreich tatsächlich einen Unterschied machen. Die AfD steht vor einer Zerreißprobe – zwischen dem Anspruch, die ‘Union’ zu brechen, und der Realität der deutschen Politik.