Alba berlin am abgrund: champions-league-duell vor dem aus!
Berlin atmet auf – oder eben auch nicht. Nach der bitteren Niederlage gegen Oldenburg und dem verpassten Sprung an die Spitze der Liga steht Alba Berlin nun im Champions-League-Viertelfinale vor dem K.O. gegen Unicaja Málaga. Ein Fehlstart in der Königsklasse, der das Team von Coach İsmet Bajramović vor eine Zäsur stellt. Das ist mehr als nur ein Spiel; es ist eine existentielle Prüfung.
Die oldenburg-pleite wie ein damoklesschwert
Die 79:81-Niederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg lastet schwer auf dem Team. Nicht nur, weil sie die Chance vertanen ließen, Bayern München im Kampf um die Tabellenführung herauszufordern, sondern auch, weil die Generalprobe für das wohl wichtigste Spiel der Saison in diesem Maße daneben ging. Die Berliner stehen nun im direkten Vergleich mit den Bayern. Ein verpasstes Momentum, das sich wie ein Damoklesschwert über der Hauptstadt hängt.

Málaga – der gegner mit breiter brust
Unicaja Málaga reist am Mittwoch (20 Uhr, Dyn und BILD.de-Liveticker) mit breiter Brust nach Berlin. Bereits am vergangenen Wochenende demonstrierte das Team in Bilbao seine Leistungsfähigkeit und feierte einen wichtigen Sieg. Die Erinnerung an 2019, als Alba Berlin nach einer Auftaktpleite im Eurocup die Serie drehte und bis ins Finale marschierte, mag Hoffnung geben. Doch die Gegenwart wirft lange Schatten.
Kapitän Jonas Mattisseck, seit 2016 eine feste Größe bei Alba, betont den Druck: „Der Druck ist jetzt bei uns. Und die kommen mit extrem breiter Brust hierher.“ Sportdirektor Himar Ojeda fordert eine „Jetzt-erst-Recht-Mentalität“. Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel, das vor allem von der eigenen Haltung abhängt.

Sorge um hermannsson: adduktoren-probleme
Lo que nadie cuenta ist die Sorge um Spielmacher Martin Hermannsson. Der Isländer, gerade erst von einer Verletzung zurückgekehrt, musste das Spiel gegen Oldenburg nach nur vier Minuten verlassen. Adduktoren-Probleme, wie Ojeda bestätigte, führten zu dieser Entscheidung. „Er spürte etwas, und wir entschieden, dass er nicht mehr weiterspielt, damit es nicht schlimmer wird.“ Eine Vorsichtsmaßnahme, die Hoffnung macht, dass der erfahrene Guard am Mittwoch zumindest eine Rolle spielen kann. Ob er jedoch von Beginn an eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.
Die Berliner stehen mit dem Rücken zur Wand. Nach der 69:72-Niederlage im Hinspiel ist klar: Nur ein Sieg bringt ein entscheidendes drittes Spiel, ansonsten ist die Champions-League-Saison für Alba Berlin bereits beendet. Die Frage ist nicht, ob es schwer wird, sondern wie Alba Berlin mit dem Druck umgeht.
Das Spiel gegen Málaga ist mehr als nur ein K.O.-Duell. Es ist ein Spiegelbild der aktuellen Gemütslage des Teams. Die Antwort auf die Frage, ob Alba Berlin die Kurve kriegt, wird am Mittwochabend gegeben. Ein Sieg ist Pflicht, um die Saison nicht in einer bitteren Enttäuschung enden zu lassen. Der Wind weht eisig – kann Alba Berlin seinen Kurs halten?
