Amiri verpasst wm-hoffnung – knieverletzung trifft mainzer
Mainz – Ein Rückschlag für Nadiem Amiri: Der 29-jährige Mittelfeldspieler von Mainz 05 muss voraussichtlich die entscheidenden Länderspiele im März gegen Schweiz und Ghana verpassen. Eine Verletzung der Plantarfaszie unter dem Fuß macht eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko unwahrscheinlich.

Wm-traum gefährdet: amiri kämpft um sein ticket
„Die WM ist das Größte für mich“, so Amiri in einem Interview mit RTL/ntv und sport.de. „Mit 29 ist das wahrscheinlich meine letzte Chance, für Deutschland zu spielen.“ Der offensive Mittelfeldspieler plant, so schnell wie möglich wieder ins Training zurückzukehren, um sich im Bundesliga-Endspurt bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Turnier im Sommer aufzudrängen. „Ich bin davon überzeugt, dass ich gute Chancen habe, dabei zu sein, wenn ich meine Leistung im Verein weiter abrufe“, erklärt er.
Amiri weiß, dass er beim Deutschen Fußball-Bund bereits einen gewissen Stellenwert genießt, betont aber: „Für jede Nominierung muss ich hart arbeiten und mit Leistung überzeugen. Vielleicht sogar noch etwas mehr, weil ich bei einem auf dem Papier kleineren Verein spiele.“
Er sieht seine Stärken in der Mannschaft: „Ich kann Impulse geben und bin ein positiver Typ. Zudem trete ich gute Standards, die bei großen Turnieren eine wichtige Rolle spielen. Und ich bin überzeugt davon, der Mannschaft mit meiner Kreativität und meiner Art zu spielen Impulse geben zu können.“
Wechselgerüchte um den 29-Jährigen gibt es weiterhin. Trotz Bemühungen von Mainz 05, seinen Vertrag über 2028 hinaus zu verlängern, scheint dies zu scheitern. Amiri plant angeblich seinen Abgang für den kommenden Sommer, wobei Saudi-Arabien als mögliches Ziel genannt wird. Die Verantwortlichen in Mainz reagieren auf die Spekulationen verständnislos.
Neben den WM-Planungen gab Amiri im Gespräch mit der BILD auch Einblicke in sein Privatleben. Er lobte den Stuttgarter Stürmer Serge Gnabry und gestand eine neue Beziehung an.
Die Verletzung ist ein herber Rückschlag für Amiri, der sich als wichtiger Kreativspieler für Mainz 05 etabliert hat. Ob er es dennoch schafft, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, bleibt abzuwarten – aber seine Entschlossenheit ist unverkennbar.
