Babyboom am himmel: fluglotse taufte neugeborenes „kennedy“

Ein unerwarteter Zwischenfall auf einem Karibischen Flug sorgte am Samstag für Aufsehen: Eine Passagierin brachte ihr Kind kurz vor der Landung in New York zur Welt. Der vorläufige Name? Ein Augenzwinkern des Fluglotsen, der das Ereignis mitverfolgte – „Kennedy“.

Der notfall im cockpit

Die Caribbean Airlines Maschine, Flug 005 von Kingston (Jamaika) nach New York, befand sich im Anflug auf den John F. Kennedy Flughafen, als die Wehen einsetzten. Der Pilot meldete die Notlage umgehend an die Flugsicherung. „Wir haben eine schwangere Passagierin an Bord, die gerade ihr Kind bekommt“, funkte er. Die Reaktion der Flugsicherung war prompt: Sofort wurde der Rettungsdienst alarmiert und ans Gate beordert, um Mutter und Kind nach der Landung zu versorgen. Die Boeing 737 Max landete kurz vor 12 Uhr Mittag.

Ein name, ein flughafen

Ein name, ein flughafen

Der Moment der Landung war von einer gewissen Anspannung geprägt, doch die Erleichterung wich schnell der Freude. Ein Fluglotse fragte über Funk nach dem Zustand des Babys. „Caribbean 5, gelandet? Ist es schon da?“ Die Antwort des Piloten war knapp und erlösend: „Ja, Sir!“ Und dann folgte der humorvolle Kommentar des Lotsen, der sich offenbar von der Situation mitreißen ließ: „Sagen Sie ihr, dass sie es Kennedy nennen soll!“ Ein Name, der direkt mit dem Ankunftsort verbunden ist und für einen Moment die tristen Mechanismen der Flugsicherung in den Hintergrund treten ließ.

Mutter und kind im krankenhaus

Nach der Erstversorgung am Gate wurden Mutter und das Neugeborene in ein Krankenhaus in Queens gebracht. Über ihren Zustand liegen derzeit keine Informationen vor. Ob die Mutter dem Vorschlag des Fluglotsen gefolgt ist und ihre Tochter oder ihren Sohn tatsächlich „Kennedy“ getauft hat, bleibt vorerst ein Geheimnis. Die Geschichte verdeutlicht jedoch, dass selbst im Routinebetrieb der Luftfahrt unerwartete und bewegende Momente Platz finden können.