Bayern-hölle über madrid: fünf charterjets für die champions league
Madrid bebt, bevor überhaupt das Viertelfinalrückspiel zwischen Real Madrid und Bayern München angepfiffen wurde. Ein Anblick, der dem einen oder anderen Madrilenen den Appetit verderben könnte: Fünf vollgepackte Charterjets, die sich gestern Abend auf den Weg in die spanische Hauptstadt gemacht haben – transportiert eine schiere Masse an bayerischen Fans, die dem Duell beiwohnen wollen. Ein Spektakel, das die Unterstützung des FC Bayern auf ein neues Level hebt, und zugleich Fragen aufwirft, wie sich dieser Ansturm auf die Infrastruktur der Stadt auswirken wird.

Die logistik hinter dem fan-ansturm
Die Charterung von fünf Maschinen ist kein alltäglicher Vorgang. Die Organisatoren, vermutlich von einem oder mehreren Fanportalen koordiniert, haben sich einiges einfallen lassen, um diese logistische Meisterleistung zu realisieren. Die Kosten pro Person dürften immens sein, angesichts der aktuellen Flugpreise und der exklusiven Nutzung der Maschinen. Eine Summe, die offenbar nicht jeden Bayern-Fan schreckt, denn die Tickets waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen.
Die BILD hatte zuerst auf die ungewöhnliche Anreise-Methode aufmerksam gemacht. Eine Zahl, die ins Gewicht fällt: Schätzungsweise 2.500 bis 3.000 Bayern-Fans werden auf diese Weise nach Madrid reisen. Die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und die Hotels in der Stadt sind bereits jetzt spürbar. Die Polizei Madrid hat offenbar zusätzliche Kräfte bereitgestellt, um für Ordnung zu sorgen und mögliche Zwischenfälle zu verhindern. Es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahme, die an eine Invasion erinnert, tatsächlich den gewünschten psychologischen Effekt auf die Spieler von Real Madrid haben wird.
Aber es gibt auch einen weniger schmeichelhaften Aspekt: Der ökologische Fußabdruck dieser Reise ist beträchtlich. Fünf Charterjets, die jeweils Tausende von Kilometern zurücklegen, belasten die Umwelt erheblich. Ein Detail, das angesichts der aktuellen Debatte über den Klimawandel nicht unerwähnt bleiben sollte. Ob diese Maßnahme tatsächlich dem Geist des fairen Spiels entspricht, sei dahingestellt. Die Bayern-Fans mögen sich auf den Sieg konzentrieren, doch die Frage nach der Nachhaltigkeit bleibt bestehen.