Berlin fordert auskunft von vermietern ab

Berlin setzt ein neues Zeitalter im Mietmarkt ein. Als erstes Bundesland verlangt die Hauptstadt Auskunft von Vermietern. Ein neues Gesetz von CDU und SPD soll ein Wohnungs- und Mietenkataster für 1,75 Millionen Berliner Wohnungen schaffen. Das bedeutet, dass Vermieter künftig viele Details über ihre Mietwohnungen offenlegen müssen – von der Adresse bis hin zu Ausstattung und Miete.

Mehr transparenz auf dem berliner mietmarkt

Mehr transparenz auf dem berliner mietmarkt

Das Kataster soll die Rechtmäßigkeit der Mieten komplett überprüfen. Per künstlicher Intelligenz werden Verstöße ermittelt und an die Wohnungsaufsicht und bei Mietwucher-Verdacht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Der Mieterverein hofft, dass das Kataster neue Erkenntnisse über die Berliner Mietpreise bringt und es ermöglicht, zielgerichtete Maßnahmen gegen Mietwucher zu ergreifen.

Widerspricht dem die Haus & Grund, der Eigentümerverband. Er befürchtet, dass das Kataster nur eine Vorbereitung für weitere Strafmaßnahmen gegen Vermieter sei.