Blackout, flut, brand: krisenvorsorge für die familie
Die Schlagzeilen lesen sich düster: Stromausfälle, Hochwasser, Waldbrände. Szenarien, die einst in ferner Zukunft lagen, werden zunehmend Realität. Doch während die einen in Panik verfallen, plädiert Thomas Kaser für einen kühlen Kopf und vor allem für Vorbereitung. Der erfahrene Krisenmanager, der über zwei Jahrzehnte lang für die Bundesregierung im Einsatz war, hat einen Ratgeber verfasst, der Familien dabei helfen soll, sich aktiv gegen potenzielle Notlagen zu wappnen – und das ohne ins Prepper-Lager abzugleiten.
Vorsorge ist kein hobby, sondern verantwortung
Kasers Buch, „Warten ist keine Strategie – Krisenvorsorge Schritt für Schritt“, ist kein Handbuch für Endzeit-Junkies, sondern ein strategischer Leitfaden für all jene, die ihre Sicherheit nicht dem Zufall überlassen wollen. „Die größte Gefahr ist nicht das Ereignis selbst, sondern das Unvorbereitetsein“, so Kaser, dessen Erfahrungsschatz aus Krisenstäben bei Entführungen, Piratenangriffen und sogar der Corona-Pandemie spricht. Er betont, dass es darum geht, strukturiert zu denken und Optionen zu schaffen, bevor man sie bitter nötig hat.
Die vier Säulen der Vorsorge, wie Kaser sie nennt, sind simpel, aber wirkungsvoll: Versorgung, Organisation, Stabilität und Netzwerk. Dazu gehört ein ausreichendes Wasservorrat (mindestens zwei Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel, ein Notfallplan, klare Kommunikationsregeln und die Pflege von Kontakten zu Nachbarn und Verwandten. Denn was nützt der beste Plan, wenn man im Ernstfall auf sich allein gestellt ist?

Die checkliste für den alltag
Das Buch liefert konkrete Empfehlungen, welche Vorräte in welchen Mengen sinnvoll sind, um die ersten 72 Stunden einer Krise zu überstehen. Ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen mit Ersatzbatterien, eine kleine Bargeldreserve – all das kann den Unterschied zwischen Chaos und relativer Sicherheit ausmachen. Besonders wichtig: Die Frage, wie man ohne Strom heizen und kochen kann. Gasherde oder Campingkocher sind hier eine Option, aber niemals sollten offene Feuerquellen in Innenräumen verwendet werden – die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung und Brand ist schlichtweg zu hoch.
Kaser mahnt, dass es nicht darum geht, Angst zu schüren. Es geht darum, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und sich aktiv mit möglichen Risiken auseinanderzusetzen. Denn wie er so treffend sagt: „Warten ist keine Strategie!“
