Bohlen, bushido & glück: dsds-jury teilt ehrliche urteile aus
Köln – Die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ feuerte mit einer neuen Staffel wieder ein paar Träume hoch – oder zerstörte sie. Dieter Bohlen, Isi Glück und Neuling Bushido saßen am Samstagabend in der Jury und bewiesen, dass sie nicht nur auf der Suche nach dem nächsten Superstar sind, sondern auch keine Angst haben, deutliche Worte zu finden. Die Kritik war scharf, das Lob selten, aber die Unterhaltung garantiert.
Neue regeln, neue chancen – und neue duellsituationen
Die diesjährige Staffel bringt eine interessante Neuerung mit sich: Weg ist der direkte Recall. Stattdessen dürfen Kandidaten, die von zwei Juroren ein „Ja“ erhalten, in den sogenannten „Golden Room“. Dort müssen sie sich in einem Duell mit einem anderen Kandidaten beweisen, bevor sie tatsächlich in die nächste Runde einziehen. Ein cleverer Schachzug, um die Spannung zu erhöhen und den Druck auf die Kandidaten zu steigern.
Bushido, der frisch in der Jury-Riege dabei ist, zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Aufgabe: „Das ist für mich eine Ehre!“, erklärte der Rapper, der sonst für seine direkte Art bekannt ist. Doch auch Isi Glück und Dieter Bohlen lieferten sich einige hitzige Diskussionen und zeigten, dass die Chemie zwischen den drei Juroren stimmt.
Ein grüner Ganzkörperanzug und Schlager-Verbot
Max Grün (21), der am Ballermann erfolgreich sein möchte, sorgte mit seinem Auftritt für einen Moment der Verwirrung. In einem auffälligen grünen Ganzkörperanzug präsentierte er seine Interpretation von „Olivia“ von den Zipfelbuben. Bushido ließ seiner Meinung freien Lauf: „Lass Schlager in Ruhe, der hat dir nichts getan!“. Ein Statement, das die Zuschauer sicherlich zum Schmunzeln brachte.
Doch es war nicht nur Max Grüns Outfit, das für Aufsehen sorgte. Der junge Mann offenbarte, dass seine Kindheit von einer schwierigen Beziehung zu Anna-Maria Ferchichi geprägt war, was die Jury zusätzlich berührte.

Bohlens konzert-flop und bushidos unerwartete musikvorlieben
Die Sendung bot aber nicht nur Talente, sondern auch persönliche Einblicke. Dieter Bohlen gestand in einer kurzen Pause, dass er früher auch mal einen ziemlichen Reinfall erlebt hat: „Da habe ich die Vollklatsche gekriegt“, erinnerte er sich an seinen ersten Konzert-Flop mit elf Jahren in Oldenburg. „Nach fünf Minuten war es leer, weil die Leute rausgerannt sind. Die Songs waren auch scheiße!“. Eine ehrliche Beichte, die zeigte, dass auch der Pop-Titan mal am Anfang stand.
Bushido überraschte derweil mit seinen Musikgeschmäckern: „Ich höre privat gar keinen Rap, sondern eher Oldies aus den 80ern“ oder auch Elvis. Eine Aussage, die nicht nur seine Co-Juroren, sondern auch seine Freunde überraschte. „Die Leute glauben dann, ich habe einen falschen Sender eingestellt“, scherzte er.
Evan Schuy (18) schaffte es indes in die nächste Runde und erntete ein Kompliment von Isi Glück: „Du siehst aus wie der junge Dieter Bohlen!“. Bohlen konterte humorvoll: „Ich hatte mehr Haare als er!“. Ein kleiner Seitenhieb, der die gute Stimmung unterstrich.
Die neue Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ verspricht also nicht nur musikalische Höhepunkte, sondern auch einige Überraschungen und persönliche Geschichten. Ob einer der Kandidaten den Titel des Superstar erringen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Die Jury lässt es sich nicht nehmen, die Kandidaten auf dem Weg dorthin kritisch zu begleiten.