Buckelwal auf strandbank in ostsee: rettungschancen äußerst gering

Ein Buckelwal strandet seit Montag auf einer Sandbank in der Ostsee. Rettungsteams aus Unzähligen versuchen, das Tier aus der lebensgefährlichen Lage zu befreien. Doch Experten wie der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann warnen, die Chancen auf eine erfolgreiche Rettung seien bei nur 0,1 Prozent sehr, sehr gering.

Salzarmes wasser schwemmt haut auf

Lehmann erklärt, das salzarme Wasser der Ostsee sei ein Problem für den Buckelwal. Es schwemme die Haut des Tiers, die dadurch aufquolle und in den Zellen aufblättere. Wenn die aufgequollene Haut aufbricht, drohen Sekundärinfektionen durch Pilze und Bakterien.

Der Bagger soll dem Tier eine Schwimmrinne graben, um es zu motivieren, durch den Nachrutsch in die Freiheit zu schwimmen. Das Tier sei jedoch geschwächt und gestresst, habe Angst und liege ungünstig auf der Sandbank, mit dem Kopf im Flachwasser und dem Schwanz im Tiefwasser.

Boote sollen wal bei der rettungsaktion eskortieren

Boote sollen wal bei der rettungsaktion eskortieren

Lehmann hofft, dass die Rettung gelingt, damit das Tier gesund, fressend in die Nordsee und schließlich in den Atlantik schwindet. Falls die Rettung misslingt, könnte das Tier ermordet werden, da es seit vier Tagen nicht gefressen hat und völlig dehydrieren und entkräftet wird.