Cottbus demütigt havelse – aufstiegsträume bleiben lebendig
Ein Kantersieg im Land Brandenburg: Energie Cottbus hat am Karfreitag den TSV Havelse mit 3:0 überrollt und damit eine deutliche Botschaft im Aufstiegsrennen der 3. Liga gesendet. Nach einer Phase der Ergebnislosigkeit präsentierten sich die Lausitzer als eine Mannschaft, die den Willen und die nötige Durchschlagskraft besitzt, um den Sprung in die 2. Liga ernsthaft anzugehen.

Wollitz’ taktische anpassungen zahlen sich aus
Trainer Claus-Dieter Wollitz griff personell und taktisch richtig – und Havelse geriet von Beginn an in Bedrängnis. Die Entscheidung, mit Jannis Boziaris in der Anfangself zu spielen, eröffnete neue Optionen im Angriff und ermöglichte es Moritz Hannemann, eine zentrale Rolle einzunehmen. Das Systemwechsel von einem 4-2-3-1 auf ein 4-1-3-2 schien Havelse völlig aus dem Konzept zu bringen.
Schon in der Anfangsphase hätte Cottbus in Führung gehen können. Moritz Hannemann vergab zwar zwei vielversprechende Gelegenheiten (16./18.), doch der Druck auf das Havelse-Tor war spürbar. Das 1:0 durch Axel Borgmann in der 20. Minute war folgerichtig. Eine blitzschnelle Dreifach-Kombination fand den Stürmer frei vor dem Tor, der eiskalt vollendete. Tolcay Cigerci, nach einer kurzen Durststrecke wieder in Topform, sorgte kurz darauf mit einem souveränen Treffer nach Vorlage von Erik Engelhardt für die beruhigende 2:0-Führung.
Die Havelse-Abwehr wirkte zunehmend unsicher und ließ Cottbus reihenweise Chancen vorfinden. Simon Straudi hätte mit einem präzisen Querpass das 3:0 besiegeln können, doch Norman Quindt im Havelse-Tor zeigte eine Reaktion von Weltklasse. Doch der Widerstand der Gastgeber war gebrochen, und der eingewechselte Engelhardt ließ die Gelegenheit nicht ungenutzt, um das 3:0 in der 57. Minute zu markieren.
Das Resultat hätte noch höher ausfallen können, doch die Cottbusser Offensive wirkte in der zweiten Halbzeit etwas verspätet. Die Tatsache, dass Energie Cottbus durch diesen Sieg nun den dritten Platz der Tabelle einnimmt, spricht für eine Mannschaft im Aufwind, die sich vor niemandem verstecken muss.
Am Dienstag empfängt Cottbus den 1860 München zum Heimspiel, bevor es am Sonntag zum Spitzenteam VfL Osnabrück geht. Die Aufgabe wird alles andere als einfach, doch nach dem überzeugenden Sieg gegen Havelse ist die Moral bestens.