Deutschland freigibt ölreserven

Die Bundesregierung reagiert auf die steigenden Energiepreise und gibt einen Teil seiner nationalen Ölreserven frei. Dies teilt der dpa-Newsagentur ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums mit. Gleichzeitig plant die Regierung, dass Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen.

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Strategische ölreserven sollen preisschwankungen ausgleichen

Strategische ölreserven sollen preisschwankungen ausgleichen

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Die nun freigegebenen Mengen stammen aus der strategischen Ölreserve Deutschlands. Nach Angaben des Erdölbevorratungsverbands (EBV) lagern derzeit rund 24 Millionen Tonnen Rohöl und mineralölbasierte Produkte in deutschen Speichern. Dazu zählen nicht nur Rohöl, sondern auch sofort verfügbare Kraft- und Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin.

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Rechnerisch würde das für etwa 117 Tage reichen – und damit deutlich länger als gesetzlich vorgeschrieben. Diese Reserve ist für echte Krisen gedacht, also für schwere Versorgungsstörungen am Markt. Deutschland muss – wie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der Internationalen Energieagentur (IEA) – große Vorräte bereithalten.

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Vorgeschrieben sind mindestens 90 Tage der durchschnittlichen Nettoimporte oder 61 Tage des Inlandsverbrauchs. Auch Wirtschaftsweise hatten die Freigabe gefordert. Die Vorsitzende des Rats der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer (64), hatte eine Freigabe der strategischen Ölreserven in den G-7-Staaten angeregt.

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„Die Ölreserven der G7 sind genau für solche Krisensituationen als strategische Reserve aufgebaut worden“, sagte Schnitzer den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

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Der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) will nur noch eine Preiserhöhung pro Tag erlauben. Zugleich warnte Monika Schnitzer vor falschen Hoffnungen. „Es kann also nur darum gehen, kurzfristige Preisspitzen auszugleichen, nicht darum, einen längerfristigen Preisanstieg zu neutralisieren“, sagte Schnitzer den RND-Zeitungen.