Dfb wechselt den partner: fanartikel ab 2031 von topps

Die Fußball-Bundesrepublik Deutschland nimmt eine überraschende Kehrtwende ein. Nach Jahrzehnten der Zusammenarbeit mit Panini wird der DFB ab 2031 den Lizenzvertrag für Sammelkarten, Sticker und Spielmaterialien an den US-amerikanischen Merchandising-Giganten Fanatics abtreten. Ein Deal, der nicht nur die Fanartikel-Szene, sondern auch die finanzielle Strategie des Verbandes nachhaltig verändern dürfte.

Ein milliardenschwerer wechsel

Die Details sind noch nicht vollständig ausgehandelt, doch BILD berichtet, dass der DFB eine Vereinbarung mit Fanatics abgeschlossen hat, die mindestens zwei Weltmeisterschaften abdeckt – die WM 2034 in Saudi-Arabien und die EM 2036, womit die Laufzeit mindestens bis 2038 reicht. Eine lukrative Chance für beide Seiten, die sich auf die steigenden Erlöse aus dem Lizenzgeschäft stützen soll.

Der bisherige Umsatz mit Fanartikel-Lizenzen betrug 2021 rund 7,5 Millionen Euro, im Vorjahr mit der Heim-EM 2024 bereits 17,4 Millionen Euro. Diese Zahlen unterstreichen das Potenzial des Marktes und den wachsenden Wert der Fanartikel für den DFB.

Topps übernimmt die fäden

Topps übernimmt die fäden

Doch es wird noch interessanter: Der US-amerikanische Kartendrucker Topps, der kürzlich von Fanatics übernommen wurde, wird künftig die Produktion der Fanartikel übernehmen. Topps ist bereits seit Jahren ein Branchenprimuseng in den USA und hat sich einen Ruf für hochwertige Produkte und eine ausgeprägte Trading-Kultur erarbeitet. Der DFB setzt damit auf die Expertise des Konzerns, um den europäischen Markt zu erobern.

Die Auswirkungen auf die Fans sind unmittelbar: Ab 2031 sind alle Sticker und Karten ausschließlich unter dem Label Topps erhältlich. Dabei will das Unternehmen die US-amerikanische Trading-Kultur nach Europa exportieren – mit dem Potenzial, dass signierte Karten auf dem Sekundärmarkt schnell und deutlich an Wert gewinnen.

Adidas verabschiedet sich – nike kommt

Adidas verabschiedet sich – nike kommt

Dieser Wechsel ist nur ein Teil einer Reihe von strategischen Entscheidungen des DFB. Wie BILD berichtet, endet im Dezember 77 Jahre lang die Partnerschaft mit dem Traditionshersteller Adidas. Dafür kommt der US-Sportkonzern Nike mit einer Investition von rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Ein deutlicher Leistungssprung, der das finanzielle Engagement des DFB unterstreicht. Und auch die Kooperation mit Google, bekannt gegeben kürzlich, deutet auf eine ambitionierte Digitalisierungsstrategie des Verbandes hin. Die Einnahmen aus Sponsoring lagen im vergangenen Geschäftsjahr bereits bei 165,7 Millionen Euro.

Die Entscheidung des DFB ist ein klares Zeichen: Die Suche nach neuen Einnahmequellen und die Optimierung des Geschäftsmodells stehen im Vordergrund. Die Zukunft der Fanartikel im deutschen Fußball wird nun von Topps und Fanatics gestaltet – und das mit erheblichen finanziellen Auswirkungen.