Diamantenbrosche für 1.200 euro: flohmarktfund schockiert experten
Ein Händler auf ‘Bares für Rares’ hat einen Mann aus Celle mit einer wertvollen Miederbrosche aus dem Flohmarkt für unglaubliche 1.200 Euro überzeugt. Ein Coup, der die Experten vor Ort sichtlich überraschte.
Ein fund von gestern, ein preis von heute – und eine geschichte von irrtum und glück.
Michael aus Celle präsentierte Moderator Horst Lichter und Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel auf der heutigen Drehbuhne eine mit Diamanten besetzte Miederbrosche. Er hatte das funkelnde Stück vor vierzig Jahren für gerade einmal eine Mark auf einem Flohmarkt erstanden – damals, so schätzt er, als hätte man für diesen Preis lediglich ein Brötchen beim Bäcker ergattert. Eine schlichte Fehlentscheidung, die sich nun als Gold wert herausstellte. Dr. Rezepa-Zabel erkannte sofort, dass es sich nicht um billiges Modeaccessoire handelte, sondern um ein Stück handwerklichen Geschicks aus der viktorianischen Zeit (1890-1905). Die Brosche, gefertigt aus roséfarbenem 585er-Gold und besetzt mit rund 1,5 Karat Diamanten, ist trotz zweier fehlender Diamantrosen und eines Altschliff-Diamants in tadellosem Zustand.
Der Wert der Brosche, so die Expertin, liegt zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Für Michael, der lediglich 1.000 Euro bot, war der Deal somit ein klarer Gewinn. Horst Lichter lobte ihn nachher mit treffender Wortmeldung: „Ein gutes Näschen und flotte Finger – das muss man ihm lassen.“ Wolfgang Pauritsch, einer der Händler, eröffnete den Hammer mit einem Angebot von lediglich 500 Euro – ein Angebot, das Michael prompt ablehnte. Schließlich kam es zu einem hitzigen Verhandlungsgespräch, bei dem Michael seinen Wert verteidigte und schließlich den Händler zur Zahlung von 1.200 Euro zwang.

Weitere fundstücke und expertenmeinungen
Neben der Diamantenbrosche wurden auch eine Leica 3c mit Ledertasche (geschätzt 600-800 Euro) und eine seltenen Blumensäule von Villeroy & Boch aus dem Jahr 1903 (800-1.200 Euro) präsentiert. Auch ein Armreif aus rotem 333er-Gold mit Verlobungssymbolik, der angeblich von Otto von Bismarck stammte, fand den Weg in das Pulheimer Walzwerk (500-600 Euro). Die Gürtelschnalle mit kaiserlichem Porzellan, die von Valeska und Knut aus Ostfriesland angeboten wurde, schätzte der Experte auf rund 100 Euro.
Ein wahrlich ereignisreicher Tag für Michael aus Celle – ein Beweis, dass ein scharfer Verhandlungsgeschick und ein gutes Auge für Wertgegenstände sich auszahlen können. Ein Deal, der die Experten der ‘Bares für Rares’ – und vermutlich auch die Zuschauer – beeindruckt hat.