Dortmund: fan-eskalation nach bvb-toren – hoeneß schimpft

Die Stimmung im Signal Iduna Park kochte am Samstag förmlich über. Nach dem 1:0 und insbesondere dem 2:0 des BVB gegen den VfB Stuttgart kam es zu unschönen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Vereine, die von den Organisatoren der Partie nur knapp abgewendet werden konnten. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache und werfen Fragen nach dem Sicherheitskonzept auf.

Die provokation spürbar: was geschah wirklich?

Die provokation spürbar: was geschah wirklich?

Bereits nach dem ersten Tor von Karim Adeyemi, als die Dortmunder Fans in frenetischer Stimmung aufsprangen, zeigten sich die Stuttgarter Anhänger sichtlich unzufrieden. Die Nähe der Kurve zum Spielfeld schien die Situation zusätzlich anzuheizen. Doch erst beim 2:0 durch Julian Brandt, einem eiskalten Abschluss nach feinem Spiel, platzte der emotionalen Aufladung der Kurve der Dosen der Kragen.

Die Ereignisse, die sich unmittelbar danach zutrugen, sind von den Sicherheitskräften noch nicht vollständig aufgeklärt. Augenzeugenberichten zufolge kam es zu verbale Auseinandersetzungen, die sich in vereinzelten Fällen in körperliche Angriffe verwandelten. Die Polizei musste einschreiten, um die Lage zu beruhigen und weitere Eskalationen zu verhindern.

Trainer Pellegrino Hoeneß äußerte sich nach dem Spiel ebenfalls zu dem Vorfall. „Das ist nicht in Ordnung. Das gehört sich nicht“, erklärte er sichtlich verärgert. „Wir haben eine gute Etablierung unserer Fans und wir können nicht zulassen, dass so etwas passiert. Ich bin enttäuscht von dem Verhalten einiger Anhänger.“ Die DFL hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Hintergründe der Vorfälle zu klären und mögliche Sanktionen gegen den BVB zu prüfen.

Die Zahl der Verletzten hält sich glücklicherweise in Grenzen. Nach ersten Erkenntnissen wurden lediglich einige Anhänger leicht verletzt, wobei die genaue Anzahl noch nicht bekannt ist. Der Vorfall wirft einen Schatten auf ein ansonsten spannendes Bundesliga-Derby und zeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Stadien weiterhin auf dem Prüfstand stehen. Die Frage, wie man solche Situationen in Zukunft besser verhindern kann, bleibt offen.