Drogenboss marset gefasst: millionen kopfgeld auf den kopf
Santa Cruz, Bolivien – In einer Großrazzien hat die Polizei den berüchtigten Drogenhändler Sebastián Marset festgenommen. Der 34-Jährige gilt als einer der bedeutendsten Kokainhändler Lateinamerikas und wurde nach jahrelanger Flucht in Bolivien gefasst. Die Festnahme erfolgte mit Unterstützung der US-amerikanischen Drogenbehörde DEA.
Einflussreicher strippenzieher im drogenhandel
Marset, geboren in Uruguay, baute sich ein internationales Netzwerk auf, das sich über Südamerika, Europa und Dubai erstreckte. Seine Karriere begann mit dem Drogenhandel in Montevideo, bevor er in Paraguay zum Schlüsselfigur im Kokainhandel aufstieg. Er wusch Geld über Fußballvereine, Kryptowährungen und Luxusautohäuser. Die US-Behörden hatten zuvor ein Kopfgeld von bis zu zwei Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.
Die Operation gegen Marsets kriminelles Imperium begann mit einer Razzia in Paraguay, die das Netzwerk erheblich schwächte. Die Ermittler zerschlugen Tarnfirmen und verhafteten Schlüsselpersonen. Nach seiner Festnahme wurde Marset in Richtung USA ausgeflogen, wo ihm Anklagen wegen Geldwäsche drohen. Paraguay plant seine Auslieferung.
Sein Leben war geprägt von einem Hang zur Inszenierung. Als Jugendlicher verehrte Marset Fußballstar David Beckham und versuchte, dessen Lebensstil zu imitieren. Er spielte zeitweise für südamerikanische Vereine, allerdings blieb sein Talent hinter der medialen Aura zurück. Sein Platz im Team verdankte er hauptsächlich Geld und Einfluss.
Die Festnahme von Sebastián Marset ist ein Schlag gegen die internationale Drogenkriminalität und ein Beweis für die verbesserte Zusammenarbeit zwischen internationalen Strafverfolgungsbehörden. Die Verhaftung zeigt, dass selbst scheinbar unaufhaltsame Netzwerke zerbrechen können.
