Dynamo dresden und hertha bsc drohen empfindliche strafen nach ausschreitungen
Die Ausschreitungen im Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC haben für empfindliche Strafen gegen beide Vereine gesorgt. Nachdem die Polizei im Innenraum des Stadions eingesetzt wurde und mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden, kündigt der DFB-Kontrollausschuss nun Ermittlungsverfahren gegen Dynamo und Hertha an.

Dfb ermittelt gegen dynamo und hertha
Es drohen Geldstrafen, möglicherweise sogar im sechsstelligen Bereich. Zudem sind deutlich härtere Sanktionen möglich, wie Zuschauer-Teilausschlüsse oder sogar Geisterspiele. Beide Klubs gelten als Wiederholungstäter, was sich strafverschärfend auswirken könnte.
Die massiven Fan-Ausschreitungen am Samstagabend hatten deutschlandweit für Empörung gesorgt. In beiden Fanlagern wurde zunächst Pyrotechnik gezündet, anschließend kletterten Anhänger über Zäune und drangen in den Innenraum vor. Dynamo-Fans rannten entlang des Spielfeldes in Richtung Gästeblock, es kam zu direkten Konfrontationen. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen. Schiedsrichter Sven Jablonski unterbrach die Partie und schickte die Teams in die Kabine.
Die Polizei marschierte im Innenraum auf, trennte die Fan-Chaoten und leitete im Nachgang des Spiels mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Ticketbetrugs. Insgesamt waren 750 Beamte aus Sachsen, Thüringen und Bayern im Einsatz.
Die Vereine und ihre Geschäftsführer distanzierten sich scharf von den Ausschreitungen und betonten die Notwendigkeit einer zeitnahen Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften und Fanvertretern.
