Engelhardt befreit borussia: gelbe karte gefährdet bayern-einsatz

Der 1:0-Sieg gegen Union Berlin war für Yannik Engelhardt ein Wendepunkt. Der Mittelfeldspieler zeigte sich erleichtert, doch der Erfolg hat einen bitteren Beigeschmack: Seine fünfte Gelbe Karte setzt ihn für das Spitzenspiel gegen Bayern München außer Gefecht.

Engelhardt jubelt über den sieg, doch die nächste sperre droht

„Es war ein verdienter Sieg, weil wir immer drangeblieben sind“, sagte der 25-Jährige nach dem Spiel. Obwohl Borussia Dortmund nicht immer das perfekte Spiel ablieferte, zeigte das Team kämpferischen Geist und nahm das Wichtigste gegen Union an: Zweikämpfe gewinnen. „Wir hatten genügend Chancen, haben sie aber wieder nicht genutzt. Hätten wir das am Ende nicht doch noch gewonnen, wäre es sehr bitter gewesen.“

Die Mannschaft hofft, mit dem Dreier aus einer Formkurve auszubrechen. Nach sieben sieglosen Spielen war der Sieg gegen Union ein wichtiger Schritt für das Selbstvertrauen.

Doch die Freude währte nicht lange. Nach einem Zweikampf geriet Engelhardt kurz vor Schluss mit Union-Stürmer Ilyas Ansah aneinander. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck zeigte beiden Spieler die Gelbe Karte – und damit Engelhardt die Sperre für das Bundesliga-Spiel gegen den Rekordmeister.

„Das war wichtig für den Kopf, für das ganze Umfeld. Ich glaube auch für die Fans, dass wir jetzt etwas zurückgeben konnten“, so Engelhardt. „Aber einfach mal den Bock umzustoßen, wieder ein bisschen Spielglück auf unserer Seite zu haben, das ist schon wichtig für die Seele.“

Jöllenbeck's Entscheidung ist ein Rückschlag für Borussia, besonders angesichts der bevorstehenden Partie gegen Bayern. Die Mannschaft wird auf ihren Mittelfeldspieler fehlen müssen, was die Aufgabe gegen den Rekordmeister zusätzlich erschwert. Die Sperre ist ein bitterer Preis für den emotionalen Sieg.