Flucht aus dem vollzug: ukrainer entkommt in köln – behörden warnen
Ein 44-jähriger Ukrainer ist seit Mittwoch aus dem offenen Vollzug in Köln verschwunden. Die Polizei hat die Alarmglocken gelöst und bittet um Mithilfe der Öffentlichkeit.
Ungewollter ausbruch: alexander g. auf der flucht
Der Mann, der aufgrund von Gewaltdelikten im Maßregelvollzug der LVR-Klinik Köln untergebracht war, nutzte einen begleiteten Ausgang aus, um in unbekannte Richtung zu fliehen. Die Umstände des Entkommens sind noch unklar, doch die Behörden gehen von einer geplanten Aktion aus.
Gegen 14:20 Uhr befand sich Alexander G. im Pfarrhaus der Georgstraße, wo er sich im Rahmen eines begleiteten Ausgangs aufhielt. In einem unbeobachteten Moment gelang es ihm, zu entkommen. Er trägt einen Vollbart und lange braune Haare, die er zu einem Zopf gebunden hat. Die Polizei beschreibt ihn als 1,77 Meter groß und wiegt 50 Kilogramm.

Besondere merkmale: hörgeschädigt und sprachlich limitiert
Ein entscheidendes Detail: Alexander G. ist gehörlos und kann sich ausschließlich mithilfe der ukrainischen Gebärdensprache verständigen. Das erschwert die Suche erheblich. Die Polizei Köln appelliert eindringlich an die Bevölkerung, den Mann bei Sehen zu melden – und zwar umgehend bei der Polizei unter der Notrufnummer 110.
„Wir bitten eindringlich, nicht selbstständig Kontakt aufzunehmen oder den Mann anzusprechen“, betont ein Sprecher der Kriminalpolizei. Die Behörden gehen davon aus, dass der Flüchtige sich in der Region nicht auskennt. Die Ermittler arbeiten bereits akribisch daran, Spuren zu sichern und die Flucht nachzuvollziehen. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Suche dauern wird.