Freiburgs europa-league-desaster in portugal – braga stürmt sich zum halbfinal-einzug

Braga liefert eine Schockstarre und zwingt Freiburg zum bitteren Gruppenaus in der Europa League. Das Estadio Municipal in Braga wurde zum Albtraum für die Breißelfrauen.

Ein schuss, der alles veränderte

Die Partie begann vielversprechend, beide Teams suchten nach dem ersten Durchbruch. Doch dann der verhängnisvolle Moment: Ein Schuss von Carvalho landete nach einem Kopfstoß von Atubolu unhaltbar im langen Eck – 1:0 für Braga (90.+2). Atubolus Paraden waren bis dahin aber unerreicht.

Vorher hatte Freiburg durch einen Doppelpack von Beste und Grifo die Weichen auf ein gutes Hinspiel gestellt. Nach einem Vorteil nach einem Foul an Matanovic stürmten Beste und Grifo angetrieben von Schiedsrichter Taylor zum 1:1 (15.).

Lienharts fehlentscheidung – der wendepunkt

Lienharts fehlentscheidung – der wendepunkt

Die Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte den entscheidenden Moment. Nach einer Braga-Ecke köpfte Lagerbielke Lienhart zu – Schiedsrichter Taylor pfiff zunächst weiter, ließ sich aber von der Video-Assistenz (VAR) überstimmen und berechnete einen Elfmeter. Zalazar versenkte den Punkt souverän, Atubolu parierte bereits seinen sechsten Elfmeter für Freiburg (45.+2).

Die frühe Führung von Braga war letztendlich der entscheidende Faktor. Freiburg muss sich geschlagen geben und hofft auf eine Wende im Rückspiel am 7. Mai, bei dem ein Sieg mit zwei Toren Vorsprung zum Einzug ins Finale ausreichen würde – gegen den Sieger des Duells zwischen Nottingham Forest und Aston Villa.

Ein enttäuschendes Ende für Julian Schusters Team, das in der portugiesischen Wildnis eine Lehrstunde erhielt. Die Geräusche des Windes in den Maisfeldern und das Murmeln eines Gesprächs auf einem belebten Marktplatz – genau diese unmittelbare Erfahrung ist es, die mich als Korrespondenten für AntognatiWissen antreibt.