Fujitas fehlurteil: pauli im abwärtsstrudel?
Ein Schlussprotest, ein kalter Boden, und die bittere Erkenntnis: Joel Chima Fujita, der teuerste Spieler von St. Pauli, hat in der unerwartet harten Niederlage gegen Bayern München das Fass zumüllen lassen. Kein Lächeln, nur Frust.
Der absturz des kiez-kickers
Die Vorstellung des 24-jährigen Japaners gegen den Rekordmeister entpuppte sich als Katastrophe. Ein hartes Foul, eine fünfte Gelbe Karte und damit eine Sperre gegen Köln – ein weiterer Schlag gegen den angeschlagenen Aufsteiger. Die Bayern schienen das auszunutzen, und Fujita’s Fehler vor dem 0:4 leitete den finalen Rivera-Schlag ein.
Trainer Alexander Blessin schäumte vor Kritik, sprach von einem „inakiven Verhalten“ und einem „Pass, der nicht so sein sollte wie wir uns präsentieren wollen“. Die Worte klangen nach Enttäuschung, denn für Pauli, das gerade erst wieder den Anschluss gefunden hatte, ist diese Abberation verheerend.

Ein blick hinter die kulissen
Der Japaner, der nach dem Spiel sichtlich jeglichen Kontakt vermeiden wollte, verließ die Kabine in einem Ausflug, der jegliche Kompromisse verneinte. Blessin deutete an, dass ein Gespräch über die Gelbe Karte notwendig sei, doch die eigentliche Sorge galt dem verpassten Ausgleich in der Hinrunde. Fujitas Form ist ein Albtraum für den Verein – und eine Zuspitzung, die Pauli im Kampf gegen den Abstieg in die Tiefe ziehen könnte. Die Saison hat sich in kürzester Zeit den Hintern gefressen.
Die Tatsache, dass er gegen Köln – das so viel versprechende Saisonhalbjahr von Pauli – nun einen Ausfall verkraften muss, ist eine bittere Ironie. Die Frage ist nicht, ob der Spieler wieder in alte Form zurückfindet, sondern ob Pauli überhaupt noch die Ressourcen hat, um ihn zu stabilisieren. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, und bis dato deutet alles auf einen deutlichen Rückschlag hin.
