Gefahr über gatwick: e-zigarette löst notlandung aus
Ein verbrannter Geruch, Panik in der Kabine, eine rasche Kehrtwende: Flug TP1329 von London nach Porto musste am vergangenen Donnerstag notlanden. Eine E-Zigarette im Handgepäck eines Passagiers war die Ursache für diesen dramatischen Zwischenfall, der erstaunlicherweise glimpflich verlief – doch die Frage nach der Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien an Bord von Flugzeugen wird erneut aufgeworfen.

Die brenzlige situation im detail
Der Airbus A320 der TAP Air Portugal startete am 8. Februar mit rund 180 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern von London-Gatwick in Richtung Porto. Bereits kurz nach dem Erreichen von 4.000 Fuß Höhe (etwa 1,22 Kilometer) wurde ein stechender Brandgeruch wahrgenommen. Die Ursache: Eine E-Zigarette, deren Lithium-Ionen-Akku in der Handgepäcktasche eines Passagiers Feuer gefangen hatte. Rauch stieg schnell in der Kabine auf, was zu erheblicher Verwirrung und Panik unter den Passagieren führte. Einige versuchten, sich in den Gang zu drängen, was diesen zeitweise blockierte.
Die Besatzung handelte prompt. Mit einem Feuerlöscher gelang es ihnen, die Flammen direkt in der Kabine zu bekämpfen, bevor sich das Feuer weiter ausbreiten konnte. Die Piloten erklärten daraufhin sofort einen Notfall und entschieden sich für eine Rückkehr zum Ausgangsflughafen. Nur 13 bis 14 Minuten nach dem Start setzte das Flugzeug sicher in London-Gatwick auf. Rettungskräfte standen bereits in Alarmbereitschaft.
Die eigentliche Brisanz liegt jedoch in der Art des Auslösers: Lithium-Ionen-Akkus. Diese sind – wie die Untersuchung des portugiesischen Amtes für die Verhütung und Untersuchung von Flug- und Eisenbahnunfällen (GPIAAF) bestätigt – ein potenzielles Sicherheitsrisiko an Bord von Flugzeugen. Die Gefahr besteht darin, dass sie sich unkontrolliert überhitzen, was im schlimmsten Fall zu einem Brand oder sogar einer Explosion führen kann. Strenge Vorschriften sollen diese Risiken minimieren: Powerbanks und E-Zigaretten dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden, sondern müssen stets im Handgepäck und griffbereit mitgeführt werden. Viele Fluggesellschaften gehen sogar noch weiter und verbieten die Mitnahme dieser Geräte in den Gepäckfächern über den Sitzen.
Die Tatsache, dass dieser Vorfall erst jetzt im Quartalsbericht des GPIAAF publik wurde, wirft Fragen nach der Transparenz und der schnellen Verbreitung von Sicherheitsinformationen auf. Die Maschine, ein Airbus A320 mit der Kennung CS-TNJ, konnte nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle ihren Flug nach Porto fortsetzen – alle Passagiere kamen unversehrt an.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall eine Erinnerung daran ist, wie wichtig die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist – insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung von Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus. Denn die Sicherheit aller Passagiere hängt davon ab, dass jeder seine Verantwortung wahrnimmt.
