Gladbach patzt gegen heidenheim: punktgewinn schmeckt nach niederlage
Borussia Mönchengladbach hat es mal wieder verpasst, einen wichtigen Schritt in der Tabelle zu machen. Gegen den Tabellenletzten Heidenheim musste sich die Elf von Daniel Farke mit einem frustrierenden 2:2-Unentschieden begnügen – ein Ergebnis, das sich für die Fans an der Geisler-Arena wie eine klare Niederlage anfühlte. Die Erwartungen waren hoch, doch die Realität auf dem Platz sah anders aus.
Elvedi übernimmt: doch die dominanz bleibt aus
Nach der Auswechslung von Rocco Reitz war es erneut Nico Elvedi, der die Kapitänsbinde übernahm. Der Schweizer Nationalspieler versuchte, die Mannschaft zu führen, doch auch unter seiner Regie gelang es Gladbach nicht, die notwendige Überlegenheit zu entwickeln. Das Fehlen von Entschlossenheit und Bissigkeit im letzten Drittel fällte das Urteil.
„Wir waren einfach nicht dominant genug“, brachte Elvedi die Stimmung im Team auf den Punkt. „Das war definitiv zu wenig, das tut weh.“ Die Analyse des Verteidigers war unerbittlich: zu viele Fehler, zu wenig Biss, zu viel Zögern. „Heidenheim hatte auch gute Chancen, das muss man sagen“, räumte er ein, wohlwissend, dass der Punktgewinn eher dem Zufall als der eigenen Leistung geschuldet war.
Ein echtes Kopfzerbrechen stellt für Elvedi und das gesamte Team die Frage dar, warum Gladbach sich gegen den vermeintlich schwächeren Gegner so schwer tat. „Eigentlich hatte ich ein echt gutes Gefühl vor dem Spiel“, gestand er. „Die Stimmung war gut, wir haben uns gegenseitig gepusht und gut vorbereitet. Aber auf dem Platz hat es dann an Biss gefehlt.“

Netzer überholt: ein stolzer moment im schatten der enttäuschung
Für Elvedi gab es am Sonntag auch einen persönlichen Meilenstein. Mit seinem 359. Einsatz im Fohlen-Trikot überholte er die Gladbacher Legende Günter Netzer (81). „Ich habe das so nebenbei mitbekommen“, schmunzelte Elvedi. „Das macht mich schon sehr stolz, muss ich sagen.“ Doch der Stolz über diese Ehrung wird von der Enttäuschung über den verpassten Sieg getrübt. Eine Leistung, die dem Namen eines Rekordspielers nicht würdig war.
Die nächsten Spiele stehen nun an, und Elvedi ist sich bewusst, dass Gladbach jetzt Vollgas geben muss, um den Abstand zu den Top-Teams zu verringern. „Unser Fokus geht jetzt erst einmal auf die nächsten Spiele“, erklärte er. „Dass wir da Punkte einfahren, um so schnell wie möglich da oben herauszukommen.“ Doch die bittere Wahrheit ist: Die Konkurrenz schläft nicht, und Gladbach muss sich erheblich steigern, wenn die Ambitionen auf ein erfolgreiches Bundesliga-Jahre noch realistisch sind. Das 2:2 gegen Heidenheim war ein Weckruf – ob die Mannschaft ihn beherzigt, wird die Zukunft zeigen.