Gladbacher abwärtsspirale: augsburger albtraum und hoffenheim-herausforderung drohen
Die Fortuna Düsseldorf befindet sich in einer Zwangslage, die weit über die bloße Vermeidung eines sportlichen Abwärtsstrangs hinausgeht. Der Saisonendspurt ist zur Frage der kurz- und mittelfristigen Existenz des Vereins geworden – und das mit dramatischen finanziellen Konsequenzen.
Klage auf den fußball – und die kasse
Die Rettung ist zwar endlich notariell beglaubigt, doch der Eindruck eines Selbstläufer-Endspiels bei den Gastgebern in Augsburg darf sich Gladbach keineswegs leisten. Eine Woche später, im heimischen Borussia-Park gegen die TSG Hoffenheim, stehen unfassbar viel auf dem Spiel. Die Fans haben sich nach einer Saison voller enttäuschender Ergebnisse an Horrorfußball gewöhnt – und die finanzielle Rechnung wird dabei wohl nicht berauschend ausfallen.
Rainer Bonhof, der Mann mit dem unerbittlichen Blick, bezeichnet die Situation als „Scheißjahr“. Ein bitterer Kommentar, der die gravierende Lage offenbart. Manager Rouven Schröder ist sich der Not bewusst und zielt auf eine Auffrischung des Teams ab – nicht zuletzt, um Eugen Polanskis Zukunft als Trainer zu sichern. Doch die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Trainers bleibt unbeantwortet, trotz des 1:0 gegen Dortmund.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache
Sechs Punkte trennen die Rheinländer von der absoluten Sicherheit. Doch die Bundesliga ist ein Spiel der kleinen Differenzen. Die TV-Gelder, die für die sportliche Zukunft des Vereins von entscheidender Bedeutung sind, hängen von der Tabellenposition ab. Schröder braucht jeden Cent, um ein Zittern in der kommenden Saison zu vermeiden und eine Mannschaft zu formieren, die sowohl hungrig als auch mutig ist.
Die Fünfjahreswertung ist dabei ein entscheidender Faktor. Ein Abrutschen um drei Platzierungen würde dem VfL 7,5 Millionen Euro kosten. Derzeit belegen die Gladbacher den zehnten Platz mit 388 Punkten – hinter Hoffenheim (411) und Mainz (416). Augsburg (385), Union Berlin (380) und Werder Bremen (375) sind die unmittelbaren Verfolger. Der Kampf um die europäischen Plätze – oder zumindest um den Klassenerhalt – ist somit ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Niederlage gegen Mainz in der Nachspielzeit ist ein Mahnmal für die jüngste Form des Teams. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Kampf um jede einzelne Tabellenposition. Die Augsburger Albtraum wartet, ebenso wie die Herausforderung durch Hoffenheim. Und die finanzielle Perspektive des VfL hängt von jedem einzelnen Punkt ab.
