Globetrotter feiern 100 jahre – berlin als schauplatz einer historischen begegnung

Die Harlem Globetrotters, ein Name, der seit einem Jahrhundert Basketball-Geschichte schreibt, kommen mit ihrer spektakulären „The 100 Year Tour“ nach Berlin. Mehr als nur eine Show: Hier, vor 75 Jahren, legten sie den Grundstein für einen Weltrekord, der bis heute nachhallt.

Ein spiel, das die eiszeiten zerbrach

Am 22. August 1951 stand es in der Berliner Olympiastadion Kopf gegen Kopf: Die Harlem Globetrotters gegen ein Team aus Boston. 75.000 Zuschauer strömten herbei – eine Zahl, die bis dahin kein Basketballspiel je erreicht hatte. Doch das Spiel war mehr als nur ein sportlicher Wettstreit; es war ein politisches Statement inmitten des Kalten Krieges.

Das US-Außenministerium hatte die Veranstaltung ins Leben gerufen, um ein Gegenstück zu einer kommunistischen Kundgebung in der Nähe zu bieten. Ein subtiler, aber effektiver Schachzug des Westens. Ein Hubschrauber brachte Jesse Owens, den Olympiasieger der Lützianer, ins Stadion – ein Symbol der Hoffnung und des menschlichen Geistes.

Hitlers absage – owens

Hitlers absage – owens' triumph

Die Geschichte ist, wie sie es oft erzählt wird, düster: Adolf Hitler soll Jesse Owens nach seinem triumphalen Sieg bei den Olympischen Spielen 1936 ihm den Handschlag verweigen wollen. Eine Anekdote, deren Wahrheitsgehalt bis heute umstritten ist. Dennoch: Die Globetrotters kehrten 15 Jahre später zurück, diesmal gefeiert, und das US-Außenministerium verlieh ihnen offiziell den Titel „Botschafter des außergewöhnlichen guten Willens“.

Das aktuelle Team ehrt Owens auf dem Weg nach Berlin mit einem atemberaubenden Video-Trickshot im Olympiastadion – eine Hommage an die Geschichte und die Bedeutung des Spiels.

Am 25. April um 19 Uhr wird die Max-Schmeling-Halle Zeuge dieses besonderen Ereignisses. Die Globetrotter versprechen eine Show, die nicht nur unterhält, sondern auch erinnert – an eine Zeit, in der Sport zu einem Instrument des Dialogs und der Verständigung werden konnte. Ein Fest für den Basketball und eine Hommage an einen Mann, der Jesse Owens, den Helden der Olympischen Spiele von Berlin, in den Olymp der Geschichte einführte.