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Goldene kugel im alaskasee: wissenschaftler enthüllen faszinierendes geheimnis

Eine goldene Kugel, größer als ein Fußball und mit einem Loch versehen, hat Wissenschaftler weltweit in Atem gehalten. Nun liegt das Rätsel um das Objekt, das vor zwei Jahren in der Tiefsee des Golfs von Alaska entdeckt wurde, endgültig zurück.

Faseriges material und seeanemonen-zellen

Faseriges material und seeanemonen-zellen

Die NOAA – die US-amerikanische Ozeanografiebehörde – hatte das ungewöhnliche Fundstück mithilfe eines ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs geborgen. Erste Untersuchungen zeigten: Es handelte sich nicht um ein Tier, sondern um ein faseriges Material, übersät mit stechenden Zellen – ähnlich denen von Seeanemonen oder Korallen. Diese Zellen wurden als Spirozysten identifiziert, eine spezialisierte Zellstruktur, die Beute fängt.

Ein Durchbruch kam durch den Vergleich mit einem 2021 gesammelten Fundstück. Die molekulare Analytik offenbarte eine erschreckende Übereinstimmung. Die goldene Kugel war identisch mit einem bereits 2021 im Golf von Alaska gefundenen Exemplar.

Die DNA-Sequenzierung bestätigte das Ergebnis: Beide Proben stammten von derselben Art des Nesseltiers, Relicanthus daphneae. Diese Kreaturen sind bekannt für ihre gigantischen Tentakel und ihre extrem stechenden Spirozysten – die größten aller bekannten Quallen.

Die Frage, was mit dem Rest der Anemone geschah, bleibt jedoch unbeantwortet. Die NOAA vermutet, dass die Oberseite der Anemone abgestorben ist oder sich in unbekannte Gewässer abgespült hat. Ein wahrlich beunruhigendes Bild, denn die Kugel, die nun im Smithsonian National Museum of Natural History aufbewahrt wird, zeugt von einer längst vergangenen, undurchsichtigen Welt.

„Bei der Erforschung der Tiefsee stoßen wir so oft auf faszinierende Rätsel wie die ‚goldene Kugel‘“, erklärt William Mowitt, Direktor der NOAA Ocean Exploration. „Mit fortschrittlichen Techniken wie DNA-Sequenzierung können wir immer mehr davon lösen.“