Goretzka-comeback: bochum träumt vom königstransfer?

Bochum – Ein Satz, der in der Ruhrgebiets-Luft liegt und die Anhänger des VfL Bochum ins Träumen versetzt: Leon Goretzka könnte zurückkehren. Nach acht Jahren beim FC Bayern, wo sein Vertrag ausläuft, schweben Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung durch den Zweitligisten. Doch ist der Traum von der Rückkehr des gebürtigen Bochumers realistisch?

Die andeutungen auf dem marienplatz

Die Spekulationen wurden erst durch eine beiläufige Bemerkung Goretzkas angeheizt, als er kurz nach den Meisterfeiern auf dem Münchner Marienplatz gefragt wurde, ob Bochum in Zukunft eine Option für ihn sei. Seine Antwort, knapp und doch vielversprechend: „Der VfL ist immer eine Option.“ Eine Aussage, die die Verantwortlichen in Bochum sofort aufhorchen ließ, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Transfers im Sommer bei null Prozent lag.

Geschäftsführer Ilja Kaenzig schürte die Hoffnungen mit einer Äußerung, die sowohl Wünsche als auch eine gewisse Realitätsebene enthielt. „Leon hat in Bochum viele Leute stolz gemacht. Er wird jetzt noch einmal auf höchstem Level spielen, bevor er dann hoffentlich zurückkommt. Das ist unser großer Wunsch und seiner hoffentlich auch. Wenn das Ruhrstadion fertig umgebaut ist, wäre das ein guter Zeitpunkt“, sagte Kaenzig, während er lachte. Ein Dreijahresvertrag, der mit einer Rückkehr im Alter von 34 Jahren korrespondieren könnte – ein Szenario, das die Fantasie der Fans beflügelt.

Mehr als nur ein gerücht: eine fanfreundschaft und eine tiefe verbundenheit

Mehr als nur ein gerücht: eine fanfreundschaft und eine tiefe verbundenheit

Die Verbindung zwischen Goretzka und dem VfL Bochum geht über bloße Spekulationen hinaus. Bei seinem letzten Auftritt für die Bayern gegen Köln lief im Aufwärmen der Song „Bochum“ von Herbert Grönemeyer, der traditionell im Ruhrstadion vor jedem Spiel gespielt wird. Zudem besteht eine Fanfreundschaft zwischen den Anhängern beider Vereine. Goretzka selbst zeigte 2024 bei den Relegationsspielen gegen Düsseldorf seine Unterstützung für den VfL, als er von der Tribüne aus mitfieberte.

Die Weltmeisterschaft und die letzte Chance

Aktuell befindet sich Goretzka mit der Nationalmannschaft in den USA. Während Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović im Mittelfeld im Moment die Nase vorn haben, lauert Goretzka auf seine Chance. Der WM-Titel wäre für den gebürtigen Bochumer die Krönung einer beeindruckenden Karriere und könnte seinen Weg zurück an die Castroper Straße ebnen. In vier Jahren, mit 35 Jahren, wäre er zwar kein unbeschriebenes Blatt mehr, aber ein Weltmeister, der in Bochum seine Karriere ausklingen lassen könnte – ein Gedanke, der die Fans des VfL mit großer Vorfreude erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Königstransfer, der die Stadt in Ekstase versetzen würde.

Die modernisierten Ränge des Ruhrstadions würden ihn dann empfangen – ein willkommenes Zuhause für einen Sohn der Stadt, der vielleicht die letzte Chance hat, mit der Nationalmannschaft den goldenen Pokal zu ergreifen und danach in Bochum seine Karriere zu beenden. Ein Märchen, das noch geschrieben werden kann.