Hansa rostock patzt: aufstiegträume verschwimmen nach bitterer heimniederlage
Das Ostseestadion tobte kurz – dann herrschte Stille. Hansa Rostock, nach einer beeindruckenden Serie ohne Niederlage, patzte am Samstag gegen Viktoria Köln mit 2:3 und verlor wertvollen Boden im Aufstiegsrennen. Ein Rückschlag, der die Ambitionen der Kogge erheblich dämpft.
Die euphorie verpufft: rostocks defensive schläft
Fünf Spiele ohne Kutter, ein Selbstvertrauen, das nach den Sternen griff – alles deutete auf einen weiteren Heimsieg hin. Doch Viktoria Köln nutzte die Rostocker Nachlässigkeiten eiskalt aus. Die Abwehr der Kogge wirkte schläfrig, ließ zu viele Räume und kassierte vor allem “billige Gegentore”, wie Maximilian Krauß unumwunden formulierte. Das 2:3 war das Ergebnis einer verkrampften Defensivleistung, die dem Rostocker Spiel vielerlei Möglichkeiten nahm.
David Hummel sorgte mit seinem ersten Drittliga-Tor zwar für Hoffnung, doch der späte Treffer von Andreas Voglsammer kam zu spät, um die Partie noch zu drehen. Trainer Daniel Brinkmann sprach mit seinem jungen Stürmer, der mit seinem Tor eine kleine Insel der Freude in einem ansonsten trüben Nachmittag schuf. Doch die Wahrheit ist: Rostocks Aufholjagd kam zu spät und die verpassten Punkte wiegen schwer.

Druck vor dem topspiel: verl wird zur zitterpartie
Fünf Punkte trennen Hansa Rostock aktuell noch vom Aufstiegsplatz. Die nächste Hürde, ein Spitzenspiel gegen Verl am kommenden Mittwoch, stellt die Mannschaft nun vor eine enorme Herausforderung. “Wenn wir gewonnen hätten, wäre ein Punkt in Verl okay gewesen”, so Brinkmann, “jetzt stehen wir stärker unter Druck und müssen dort fast gewinnen.” Die englische Woche wird für die Kogge zur Zitterpartie, in der die Nerven blank liegen können. Krauß, trotz der Enttäuschung, behielt den Blick nach vorne: “Wir müssen dort gewinnen. Wenn es eine Mannschaft gibt, die mit dieser Drucksituation umgehen kann, dann wir.”
Die Frage, die nun im Raum steht: Kann Hansa Rostock die Reaktionen auf diese Niederlage in einen neuen Schwung umwandeln oder drohen die Aufstiegträume endgültig zu zerplatzen? Die Antwort wird am Mittwoch in Verl gegeben.
