Heidi klum: supermodel präsentiert haute couture aus müll – eine provokation
London – Das deutsche Supermodel Heidi Klum hat mit einem außergewöhnlichen Shooting für das Magazin „Hunger“ erneut für Aufsehen gesorgt. Anstelle von edlen Stoffen präsentierte sich die 52-Jährige in einem Ensemble aus Abfallprodukten der amerikanischen Designerin Lessja Verlingieri. Die ungewöhnliche Mode zeigt, dass Schönheit und Glamour aus den unerwartetsten Quellen entstehen können.

„müll-mode“ als statement: verlingieri verwandelt abfall in kunst
Die Designerin Lessja Verlingieri kreierte acht Couture-Looks ausschließlich aus den Resten ihres eigenen Ateliers. Schwarze Mülltüten, rosafarbenes Plastik und transparente Kleidersäcke wurden zu extravaganten Roben und einer Interpretation des „kleinen Schwarzen“ verarbeitet. Das Ergebnis: Ein modisches Statement, das mühelos auf dem roten Teppich hätte Platz finden können.
„Die Idee war, dass Heidi in allem umwerfend aussieht – sogar in einem Müllsack“, erklärt Verlingieri im Interview mit dem Magazin. Die Designerin betont, dass Schönheit und Glamour nicht immer teure Materialien erfordern.
Das Shooting, fotografiert vom renommierten Rankin, ist nicht das erste Mal, dass Heidi Klum ihre Brüste – liebevoll als „Hans“ und „Franz“ bezeichnet – im Rampenlicht präsentiert. Auf Klums Instagram-Account und in sorgfältig inszenierten Shootings bekommen die beiden regelmäßig ihre Momente.
Besonders auffällig: Ein rosafarbenes Plastiktüten-Kleid, dessen Material erst bei genauer Betrachtung als Müll erkennbar ist. Während die Designerin die Nachhaltigkeit betont, bleibt die Frage, ob diese Form der „Müll-Mode“ tatsächlich eine nachhaltige Lösung für die Modeindustrie darstellt.
Beyoncé, Ariana Grande und Rita Ora gehören zu den Stars, die bereits Designs von Lessja Verlingieri tragen. Auch Lady Gaga trug bei ihrem Auftritt beim GNTM-Finale 2011 ein Kleid der Designerin.
Rankin, ein enger Freund von Klum und Herausgeber des Magazins „Hunger“, hat mit diesem Shooting erneut die Grenzen der Mode ausgelotet. Die Entscheidung, Müll als Rohstoff zu nutzen, ist ein klares Zeichen für eine neue Denkweise in der Branche. Und ein Beweis dafür, dass Heidi Klum auch in einem Müllsack eine beeindruckende Erscheinung ist.
Die Kombination aus dem luxuriösen Image von Heidi Klum und der bewusst provokativen Verwendung von Müll erzeugt eine starke Aussage. Es ist eine Aufforderung, über Konsum und Nachhaltigkeit in der Mode nachzudenken – und gleichzeitig ein Blick auf die unvergängliche Anziehungskraft des Glamours.
Lessja Verlingieri hat mit diesem Projekt nicht nur ein modisches Statement gesetzt, sondern auch eine Diskussion über die Rolle von Schönheit und Nachhaltigkeit in der Modeindustrie angestoßen. Ein Statement, das noch lange nachhallen wird.
