Hipp-skandal: ex-mitarbeiter sitzt in einzelhaft, staatsanwaltschaft verdächtigt ihn
Ein ehemaliger Manager des Babyfood-Herstellers Hipp sitzt in Österreich wegen Erpressung in Einzelhaft. Der 39-Jährige soll nicht nur einst tausende Eltern in Angst versetzt haben, indem er einzelne Gläser mit Babybrei in mehreren Ländern manipulierte und von seinen damaligen Chefs zwei Millionen Euro in Kryptowährung gefordert hat, sondern laut Staatsanwaltschaft auch Vater von drei Kindern sein.
Der verdächtige arbeitete bis ende märz bei hipp
Der 39-Jährige wurde am 11. Mai in seiner Eigentumswohnung in St. Gilgen am Wolfgangsee festgenommen. Bei der Durchsuchung seines Hauses fanden die Ermittler unter anderem Hipp-Fruchtgläser und mehrere Säcke mit Rattengift. Der Mann beteuert seine Unschuld und behauptet, er benötige das Gift in seiner Slowakischen Landwirtschaft, um Schädlinge zu bekämpfen, wie sein Anwalt verlautbart.

Die polizei ermittelt weiter
Die Behörden wollen nun Daten aus dem sichergestellten Range Rover des Beschuldigten auswerten, um zu klären, ob er an den Tatorten in Tschechien, der Slowakei und Österreich war, um die vergifteten Brei zu deponieren. Eines der Gläser soll noch immer im Umlauf sein.
