Hoeneß setzt auf xxl-rotation – vfb stuttgart muss tribut zahlen

Stuttgarts enttäuschende niederlage gegen celtic: hoeneß verteidigt experiment

Die VfB Stuttgart hat am vergangenen Donnerstag in der Champions-League-Gruppenphase eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den Celtic Glasgow hinnehmen müssen. Trainer Sebastian Hoeneß reagierte mit einer radikalen Aufstellung: Sieben Positionswechsel in der Startelf. Eine Entscheidung, die nun heftig diskutiert wird.

Hoeneß verteidigt rotation: „rhythmus ist entscheidend“

Hoeneß verteidigt rotation: „rhythmus ist entscheidend“

„Durch die ständige Rotation bleiben die Jungs im Rhythmus“, erklärte Hoeneß auf Anfrage von BILD. Er sieht die Kritik an seiner Personaldecke als übertrieben. „Es ist nicht möglich, immer mit der gleichen Mannschaft zu spielen. Das Vertrauen in die Spieler ist einfach zu groß.“ Diese Aussage deutet darauf hin, dass Hoeneß langfristig an seine jungen Spieler glaubt, auch wenn die Ergebnisse kurzfristig ausbleiben.

Zweite reihe enttäuschte: chancen ungenutzt

Besonders die zweite Garnitur um Spieler wie Badredine Bouanani, Chema Andrés und Luca Jaquez konnte gegen Celtic nicht überzeugen. Sie verpassten die Gelegenheit, sich für mehr Spielzeit zu empfehlen. Nicht nur die Leistungen der Ersatzspieler waren schwach, auch die Effizienz des Teams insgesamt ließ zu wünschen übrig.

Hoeneß kritisiert schiedsrichterentscheidungen

„Das war ein Spiel, das man in 100 Jahren nicht verlieren darf“, betonte Hoeneß. „Wir hatten 25 zu drei Torschüsse, dazu zwei Abseits Tore, die nicht in die Statistik aufgenommen wurden.“ Diese Worte lassen keinen Zweifel daran, dass der Trainer die Schiedsrichterleistung kritisiert und der Meinung ist, dass das Spiel durch strittige Entscheidungen beeinflusst wurde. Die jüngsten Diskussionen um den VAR und seine Auswirkungen auf das Spielgeschehen sorgen erneut für Aufsehen.

Führich und stiller wieder im fokus?

Trotz der Niederlage gab es Lichtblicke. Chris Führich, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, belebte das Spiel deutlich. Sein Treffer wurde jedoch aufgrund einer Abseitsstellung nicht gewertet. Auch Angelo Stiller, der nach einer Knieprellung ebenfalls per Einwechslung zum Einsatz kam, wird für die Partie gegen den VfL Wolfsburg wieder in der Startelf erwartet. Hoeneß bestätigte: „Es geht ihm gut. Er wird spielen.“

Vfl wolfsburg: chance zur revanche

Am Sonntag empfängt der VfB Stuttgart den kriselnden VfL Wolfsburg. Für Chris Führich und Angelo Stiller bietet sich die Chance, sich für ihre Leistungen zu revanchieren und sich für die kommenden Spiele zu empfehlen. Ob Hoeneß seine Rotation fortsetzt oder auf eine stabilere Elf setzt, bleibt abzuwarten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sich der Einsatz für die jungen Spieler auszahlt.

Die zahlen im überblick

  • VfB Stuttgart: 25 Torschüsse
  • Celtic Glasgow: 3 Torschüsse
  • 2 Abseits Tore (nicht gewertet)