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ICE plant Einsatz von Elektroschock-Handschuhen für Abschiebebeamte

Washington – Die US-Abschiebebehörde ICE plant, ihre Bundesbeamten mit neuen Elektroschock-Handschuhen auszustatten, sogenannten G.L.O.V.E.-Handschuhen. Diese geben bei direktem Hautkontakt Stromimpulse ab – ähnlich einem tragbaren Taser – und sollen koordinierte Muskelbewegungen stören, um Festnahmen zu erleichtern.

Kosten und Einsatzbereiche

Das Heimatschutzministerium DHS plant dafür Ausgaben von bis zu 20 Millionen Dollar. Die Geräte werden Beamte der Einheiten Homeland Security Investigations und Enforcement and Removal Operations zur Verfügung gestellt. Produziert werden die Geräte von „Compliant Technologies“ aus Kentucky.

Kontroverse und Warnungen

Kontroverse und Warnungen

Bürgerrechtsgruppen warnen vor „Missbrauch“. Der Hersteller warnt vor der Anwendung bei Risikogruppen wie älteren Menschen, Kindern, Schwangeren und Menschen mit schweren Behinderungen. Es gelten klare Regeln: Die Handschuhe dürfen nicht zur Bestrafung eingesetzt werden oder wenn sich jemand nur mit Worten wehrt.

Vorfallgeschichte und Kritik

Vorfallgeschichte und Kritik

In Texas gab es eine Trauerfeier, nachdem ein mexikanischer Bauarbeiter bei einem Einsatz von ICE erschossen wurde. Kritiker verweisen auf Todesfälle in ICE-Gewahrsam und auf Vorfälle wie den gezielten Schuss auf eine Autofahrerin in Virginia. Zudem wird die fehlende Verwendung von Bodycams kritisiert.

Hintergrund

Hintergrund

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump stehen ICE immer wieder wegen harter Einsatzmethoden in der Kritik. Erst im Vormonat wurden Lorenzo Salgado Araujo und Joan Sebastian Guerrero in Texas erschossen. Im Januar starben Renée Good und Alex Pretti in Minneapolis bei Protesten.