Infantino berufen zu Krisengesprächen in Marokko – Druck wächst

Fifa-Boss Gianni Infantino (56) wurde für Mittwoch zu Krisengesprächen in die marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Die genauen Gründe für die Sitzung sind unklar, wie Sky News berichtet. Laut The Times soll Infantino seine Mitarbeiter einberufen haben, um nach einem Rückzug von Plänen für den Verkauf von Fifa-Kommerzrechten an der WM, unter dem Druck massiver Proteste, an der Macht zu bleiben zu versuchen.

Verzögerte Entscheidungen und wachsende Kritik

Infantino hatte ursprünglich Pläne zur Generierung einer Milliardensumme durch den Verkauf von kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft vorgelegt. Diese Pläne stießen weltweit auf Entsetzen, insbesondere von der Uefa, die den Schweizer scharf kritisierte. Nach den Protesten zog Infantino seine Pläne zurück.

Wahlen und mögliche Machtentmachtung

Wahlen und mögliche Machtentmachtung

Im März stehen Wahlen bei der Fifa an, und im kommenden Jahr sind weitere Wahlen geplant. Infantino strebte ursprünglich an, sich am 18. März 2027 auf dem 77. Fifa-Kongress in Rabat erneut für vier Jahre zum Präsidenten wählen zu lassen. Der Widerstand gegen ihn wächst jedoch zusehends. Verbände wie Wales, England, Serbien und Schweden haben angekündigt, Infantino im kommenden Jahr ihre Unterstützung für eine erneute Wahl zu entziehen.

Uefa droht rechtliche Schritte

Uefa droht rechtliche Schritte

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) droht im Zusammenhang mit dem gescheiterten Investorendeal mit rechtlichen Schritten. Funktionär Arsène Wenger distanzierte sich zuletzt von Infantino und betonte, dass der Rückzug des Deals „absolut notwendig“ sei. Seine Anwälte wurden von der Uefa in einem Schreiben an Infantino erwähnt, in dem die Fifa aufgefordert wurde, Daten und Kommunikation von 18 Führungskräften zu sichern.