Infantino stößt in vancouver auf unverständnis

Fifa-Präsident Gianni Infantino sorgt in Vancouver für Erhebliches Unverständnis. Der 56-Jährige hat im Vorfeld seines Aufenthalts in der kanadischen Stadt ungewöhnlich weitreichende Sicherheitsmaßnahmen gefordert.

Fifa-chef infantino genießt sonderstatus

Fifa-chef infantino genießt sonderstatus

Demnach sollte Infantino eine Eskorte der Sicherheitsstufe 4 erhalten, ein Niveau, das üblicherweise bei Besuchen des Papstes oder von US-Präsidenten wie Donald Trump angewendet wird. Das hätte bedeutet: freie Fahrt durch die Stadt mit Polizeieskorte, Straßensperren entlang der Route und sogar das Überfahren roter Ampeln, um einen ungehinderten Konvoi zu gewährleisten.

Die Polizei von Vancouver lehnte den Wunsch jedoch ab – auch wegen der hohen Kosten für die Steuerzahler. Aus dem Rathaus hieß es dazu: Alle Transportlösungen würden „angemessen, verhältnismäßig und im Einklang damit sein, wie Vancouver große internationale Veranstaltungen sicher ausrichtet“. Von der Fifa gab es zunächst keine Stellungnahme.

Es ist offenbar nicht der erste Vorstoß dieser Art von Infantino. Schon bei der Frauen-WM 2023 in Neuseeland wollte die Fifa für ihn eine ähnliche Eskorte durchsetzen. Doch auch dort griffen die Behörden ein: Die Polizei lehnte den Antrag ab, nachdem er anhand der üblichen Einsatzstandards geprüft worden war.