Josef maier gerettet – hochländer-gruppe holt traditionsbetrieb aus der krise

Bad Wörishofen – Eine Nachricht, die in der deutschen Wildfleischszene für Aufruhr sorgt: Der traditionsreiche Josef Maier GmbH & Co. KG, einst eine Säule der regionalen Lebensmittelproduktion, hat einen überraschenden Neuanfang gekreiert.

Ein ende am horizont? insolvenz drohte – doch jetzt ist rettung da

Vor wenigen Monaten sah es für das Unternehmen düster aus. Die Insolvenz, die am 1. April 2026 eröffnet wurde, war mehr als nur eine finanzielle Krise – sie war eine existenzielle Bedrohung. Alexander Hubl und Matthias Räupke von SGP Schneider Geiwitz & Partner, die Insolvenzverwalter, kämpften fieberhaft gegen die Zeit, um den Standort Bad Wörishofen vor dem Aus zu bewahren. Die Liquiditätsengpässe, verschärft durch die Konsumzurückhaltung, hatten das Unternehmen an den Rand des Abgrunds getrieben. Die Schließung des Zerlegebetriebs in Landsberg am Lech bedeutete für viele Saisonarbeiter den Verlust ihres Lebensunterhalts – ein bitterer Preis für die finanzielle Notlage.

Doch nun kommt Licht am Ende des Tunnels. Die österreichische Hochländer-Gruppe hat sich als strategischer Partner erwiesen und sich die Immobilie und das riesige Tiefkühllager sichern. Ein Schachzug, der nicht nur die Zukunft des Unternehmens, sondern auch die regionale Wirtschaft sichert.

Tradition und innovation – ein rezept für den erfolg

Tradition und innovation – ein rezept für den erfolg

Josef Maier, der 1973 das Unternehmen gegründet hatte, hatte mit seinen 190 Mitarbeitern stets für Qualität und regionale Spezialitäten gestanden. Rehrücken, Hirschbraten und Wildschwein-Bratwurst – die Produkte des Unternehmens waren bekannt für ihre Exzellenz und fanden ihren Weg in Supermärkte wie Rewe und Edeka sowie in die gehobene Gastronomie. Die Rehrücken, einst eine Delikatesse, verkörperten den Anspruch auf höchste Qualität. Ein jährlicher Produktionsumfang von 5800 Tonnen unterstreicht die Bedeutung des Standorts für die gesamte Region.

Die Insolvenz, ausgelöst durch Energiepreise und die damit verbundene Belastung, war ein Schock für die Branche. Die Halberstädter Konserven und die Beisser Gebrüder GmbH, ebenfalls traditionsreiche Betriebe, hatten ähnliche Schwierigkeiten erlebt. Doch die Hochländer-Gruppe hat nun eine Chance genutzt, um die Expertise und das Know-how von Josef Maier zu sichern und den Standort Bad Wörishofen als logistischen Knotenpunkt für Wildspezialitäten weiterzuentwickeln.

Ein starker standort bleibt – ein gewinn für bayern

Ein starker standort bleibt – ein gewinn für bayern

Die Entscheidung der Hochländer-Gruppe ist mehr als nur eine Rettung des Unternehmens – sie ist ein Zeichen der Hoffnung für Bad Wörishofen und die gesamte Region. Die logistische Bedeutung des Standorts wird weiterhin gewahrt. Es ist ein Sieg für die Bewahrung von Tradition und für die Bedeutung regionaler Produkte. Ein Grund mehr, auf die Zukunft zu blicken – mit Zuversicht und dem Wissen, dass auch in schwierigen Zeiten ein Neuanfang möglich ist.