Kein einziger todesfall durch gebärmutterhalskrebs bei geimpften frauen in england

Ein auffälliger Trend zeigt sich in England bei jungen Frauen, die früh gegen das Humane Papillomavirus (HPV) geimpft wurden: Bei den 20- bis 24-Jährigen wurde zwischen 2020 und 2024 kein einziger Todesfall durch Gebärmutterhalskrebs registriert.

Die impfung verhindert krebs-todesfälle

Die impfung verhindert krebs-todesfälle

Forscher haben nationale Gesundheitsdaten für den Zeitraum von 2001 bis 2024 ausgewertet und dabei die Sterblichkeit von Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren verglichen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Bei den 20- bis 24-Jährigen fiel die Sterblichkeit um 100 Prozent niedriger aus als erwartet, bei den 25- bis 29-Jährigen um etwa 70 Prozent.

Die britische Gesundheitsbehörden hatten 2008 ein landesweites Impfprogramm für Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren eingeführt. Die Impfquote lag vor der Corona-Pandemie bei 80 bis 90 Prozent. Laut Studienautoren könnte das HPV-Impfprogramm bis Ende 2024 etwa 200 Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs verhindert haben.

Das HPV verursacht die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs, und die Impfung schützt vor HPV-Infektionen und Krebsvorstufen. Die neue Analyse liefert nun Hinweise darauf, dass sich dieser Schutz auch in sinkenden Todeszahlen widerspiegeln könnte.