bildung

Kindesbande als profi: gewalt als dienstleistung im netz

Ein beunruhigender Trend macht sich in Europa breit: Kinder und Jugendliche werden online rekrutiert, um Gewaltverbrechen zu begehen. Die Europol hat 280 Verdächtige festgenommen, und die Zahl steigt.

Dunkle machenschaften im netz

Die Sondereinheit der EU-Polizei in Den Haag deckte rund 14.000 Accounts auf, über die diese kriminellen Aufträge vergeben werden. Es ist eine Industrie, die sich rasant entwickelt – und dabei die Schwelle zur Barbarei überschreitet.

Die rekruten: junge opfer

Die rekruten: junge opfer

Experten wie Andy Kaag von Europol warnen: Die Täter werden immer jünger. 13, 14 Jahre sind keine Seltenheit. Die Straftaten, die sie begehen, werden immer brutaler. Das ist alarmierend.

Die Ermittler identifizierten drei mutmaßliche Auftraggeber – zwei aus Schweden und einer aus Deutschland. Diese Männer stehen nun auf der Fahndungsliste „Most Wanted“ der EU-Polizeibehörde. Die Situation ist ernst. Die grenzüberschreitende Natur dieser kriminellen Aktivitäten erschwert die Verfolgung zusätzlich – Fälle wie die Verhaftung schwedischer Jugendlicher im Niederlanden, die mutmaßlich Geldautomaten gesprengt haben, sind nur ein Beispiel.

Die vermittler: profitgier und verzweiflung

Die vermittler: profitgier und verzweiflung

Die kriminellen Organisationen machen sich gezielt an jugendliche Opfer. Über soziale Medien werden diese mit Versprechungen von Geld und Macht rekrutiert. Sie stellen Waffen, Transportmittel und Unterkünfte bereit. Eine perverse Geschäftsidee, die das Potenzial hat, ganze Generationen zu korrumpieren.

Kaag betont: „Dieses Phänomen breitet sich wie ein Lauffeuer über ganz Europa aus“. Die Sicherheitsbehörden müssen dringend effektivere Maßnahmen ergreifen, um diese dunklen Netzwerke zu zerschlagen. Andernfalls droht eine Eskalation der Gewalt, die unsere Gesellschaft nachhaltig prägen wird. Es ist Zeit zu handeln.“n