Kleindiensts wm-herausforderung: polanskis unorthodoxe strategie
Der 30-jährige Tim Kleindienst, der Kapitän der Fortuna, kämpft sich nach seiner zweiten Knieoperation noch immer durch das Aufbautraining. Doch der Fohlen-Star plant, am 34. Spieltag gegen Hoffenheim wieder in die Spur zu finden – und hat die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada keineswegs abgehakt.
Ein ungewöhnlicher ansatz: polanskis wm-vision
Trainer Eugen Polanski nimmt die Situation mit einem Blick, der mehr als nur pragmatisch wirkt. Er sieht in der WM-Teilnahme für den angeschlagenen Kleindienst kein Hindernis, sondern eine Chance – eine Art psychologisches Sprungbrett. „Eine WM ist wahrscheinlich das Beste, was ein Fußballer erleben kann“, erklärt Polanski lakonisch.
Doch es geht vorrangig um die Rückkehr in die Bundesliga. „Sein erstes Ziel ist es, in Gladbach wieder Bundesliga zu spielen“, betont der Trainer. Sollte Kleindienst dann doch noch in den WM-Kader berufen werden – eine Möglichkeit, die Polanski durchaus nicht ausschließt, nachdem er Kontakte innerhalb des DFB-Teams pflegt – wäre dies für den Gladbacher eine unbestreitbar positive Entwicklung.

Der dfb im blick – und eine persönliche motivation
Polanski schätzt die Verbindungen innerhalb des DFB-Teams und hat bereits über mögliche Rollen für Kleindienst gesprochen. Die Situation für die Fortuna und den Trainer ist demnach, wie er es nennt, „sehr gut“. Es ist auffallend, wie Kleindienst selbst, trotz fehlender WM-Teilnahme, weiterhin den Fokus auf eine rasche Rückkehr in die Mannschaft behält – eine Leistung, die Polanski klar erkennt und schätzt. Die WM, so scheint es, ist für ihn lediglich eine zusätzliche, wenn auch distanzierte, Motivation.
Die Chancen auf eine WM-Nominierung sind – trotz der langen Verletzungspause – keineswegs gering. Polanskis Einschätzung ist deutlich: Kleindienst würde auch ohne WM den gleichen Fokus beibehalten, um so schnell wie möglich wieder zur Verfügung zu stehen. Ein realistischer, wenn auch ambitionierter Plan.
