König von giesing tot: 1860 münchen trauert um trainerlegende karsten wettberg
Wasserburg am Inn – Eine bittere Nachricht erschütterte die Münchner Fußballszene: Karsten Wettberg, der als „König von Giesing“ bekannt war, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Der langjährige Trainer von 1860 München und SpVgg Unterhaching starb am Sonntag nach langer Krankheit.
Karsten wettberg: ein trainer prägte eine ära
Der kleine Mann mit 1,67 Metern Körpergröße hinterließ eine tiefe Spur im Münchner Fußball. Wettberg prägte über mehr als 50 Jahre Trainerkarriere zwei Traditionsvereine und wurde dabei zu einer Ikone. Seine Erfolge, insbesondere der Aufstieg von 1860 München in die 2. Liga, sind unvergessen. Mit den Löwen feierte er eine bemerkenswerte Serie von 54 Spielen ohne Niederlage.
Der Spitzname „König von Giesing“ wurde ihm vom damaligen Oberbürgermeister Münchens, Georg Kronawitter, nach dem Aufstieg verliehen – eine Auszeichnung, auf die Wettberg stets stolz blickte. Er war mehr als nur ein Trainer: Ein Fan, ein Vizepräsident, ein Scout – verbunden mit dem Verein bis zuletzt.
Seine Karriere führte ihn nicht nur durch Bayern. Stationen hatte er auch beim FC Augsburg, Jahn Regensburg und der SpVgg Landshut. Im Amateurbereich sammelte er beeindruckende 51 Titel.
„1860 ist wie Rauschgift“ – so beschrieb Wettberg einst seine Verbundenheit zu den Löwen in einem Interview mit der „TZ“. Diese Worte zeugen von einer tiefen, fast schon obsessiven Liebe zu dem Verein, der ihn so geprägt hatte.
1860 München kündigte an, bei dem nächsten Heimspiel gegen Waldhof Mannheim mit Trauerflor zu antreten, um dem ehemaligen Trainer gewürdigt zu verabschieden. Der Verlust einer solchen Persönlichkeit hinterlässt eine große Lücke.
Wettbergs Tod ist der Verlust eines Mannes, der nicht nur Fußball kannte, sondern ihn auch verstand – und die Menschen liebte, die für ihn kämpften.
