Kovac rotiert im bvb-kracher gegen bayern – ramadan als ausrede?

Der BVB-Trainer Niko Kovac hat für das Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München eine überraschende Personalentscheidung getroffen. Top-Stürmer Serhou Guirassy und Verteidiger Ramy Bensebaini wurden nicht in die Startelf beordert, stattdessen durften Fabio Silva und Nico Schlotterbeck ran. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die Kovac mit dem Beginn des Ramadan begründet.

Fastenzeit – oder taktische meisterleistung?

Fastenzeit – oder taktische meisterleistung?

„Es ist Fastenzeit. Wir sind seit zwei Wochen in der Fastenzeit. Wir haben schon vier Spiele gespielt. Es kostet viel Energie, wenn du den ganzen Tag nicht essen und trinken kannst“, erklärte Kovac bei Sky Sport. Die Begründung ist unbestritten, doch die timing-Auswahl wirft Fragen auf. Der Ramadan 2026 läuft vom 19. Februar bis zum 19. März. Für Muslime bedeutet dies tägliches Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, ein Verzicht auf Essen und Trinken.

Sky-Moderator Sebastian Hellmann betonte die Bedeutung des Spiels für den BVB, der acht Punkte hinter den Bayern liegt. „Bei einer Niederlage ist die Hoffnung auf die Meisterschaft endgültig dahin. Und dafür braucht man einen Guirassy“, so Hellmann. Kovac entgegnete darauf mit einer Studie über die Auswirkungen von Hunger auf die sportliche Leistung. „Wir haben ja auch die ganzen Daten. Und man sieht schon, wenn die Spieler nicht essen und trinken können, dass das Einfluss auf die Performance hat.“

Die Personalentscheidung ist mehr als nur eine Anpassung an religiöse Vorschriften. Für den BVB ist die Begegnung gegen Bayern von immenser Bedeutung. Guirassy, mit 11 Toren in der Bundesliga, ist eine wichtige Stütze im Angriff. Seine Abwesenheit schwächt die Dortmunder Offensive deutlich. Fabio Silva, der Sommerneuzugang, muss nun Verantwortung übernehmen. Doch kann er die Lücke füllen?

Die rotierten Spieler, Silva und Schlotterbeck, haben die Chance, sich zu beweisen. Für den BVB ist es nun entscheidend, die Energie der Mannschaft optimal einzusetzen und das Spiel gegen Bayern zu gewinnen – auch ohne ihre Top-Stürmer. Die Entscheidung wirft Fragen auf. War es eine notwendige Maßnahme aus sportlicher und ethischer Sicht – oder eine clevere taktische Operation?

Ein Detail bleibt jedoch bestehen: Der Druck auf den BVB wächst. Die Meisterschaft ist ein ambitioniertes Ziel, doch ohne eine deutliche Leistungssteigerung wird es schwierig, die Bayern einzuholen. Und mit einer solchen Entscheidung, die so viel Gesprächsstoff erzeugt, hat Kovac jedenfalls für Aufsehen gesorgt.

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