Krampus der chaos-schublade: so behalten sie ihr zuhause ordentlich

Die unaufgeregte Ordnung, die sich hinter den Fassaden von vermeintlichem Chaos verbirgt – das ist die Grundlage meiner Arbeit. Als Korrespondent für AntognatiWissen suche ich nicht nach Schlagzeilen, sondern nach den unscheinbaren, aber entscheidenden Details. Und dieses Mal geht es um eine Schublade.

Das stille zentrum des unordnung – die kramschublade

Jedes Haus hat sie: die Schublade, die alles andere als sauber aussieht. Eine Ansammlung von Batterien, Stiften, alten Rechnungen und dem unbestimmten Fundus an Kleinigkeiten, die sonst im ganzen Raum herumliegen würden. Doch diese Schubladen, diese kleinen Chaos-Zentren, sind mehr als nur ein Ort der Verdrängung. Sie sind eine strategische Reserve für den Alltag.

Laura Kästner, Redakteurin bei myHOMEBOOK, hat das erkannt. In ihrer Küche befindet sich beispielsweise eine Schublade, die mit Pflastersteinen, Taschentüchern, Medikamenten und Hustenbonbons gefüllt ist – Dinge, die man nicht täglich benötigt, aber im Handumdrehen zur Hand haben möchte. Das Ergebnis: mehr Freiraum in den anderen Räumen, wo sich Bettwäsche und Handtücher endlich ihren Platz finden.

Die drei säulen der ordnung – so nutzen sie die kramschublade richtig

Die drei säulen der ordnung – so nutzen sie die kramschublade richtig

Natürlich ist ein ungeordneter Schubladenzustand keine nachhaltige Lösung. Es braucht eine klare Strategie. Erstens: feste Ablageorte schaffen. Dinge, die man selten braucht, landen in der Schublade – aber nur, wenn sie dort auch wirklich bleiben. Zweitens: Kleinkram beseitigen. Kugelschreiber, Haarbänder und Spielzeug sollten nicht auf Tischen oder dem Boden verstreut liegen. Sie sind schneller verloren und stören den Arbeitsalltag. Und drittens: regelmäßig aussortieren. Alle sechs Monate sollte die Schublade komplett geleert und auf ihren Inhalt geprüft werden. Was nicht mehr gebraucht wird, muss entsorgt oder abgelegt werden. Ein unkontrollierter Schubladen-Ansammlung ist ein schneller Weg in den unkontrollierten Zustand.

Fazit: ein bewusster kontrollverlust

Die Kramschublade ist kein Zeichen von Faulheit, sondern eine clevere Methode, um die Ordnung im Haushalt zu erhalten. Sie ist ein stiller Verbündeter im Kampf gegen den Alltags-Stress. Und das, ohne dabei auf sterile Perfektion setzen zu müssen. Es ist ein akzeptierter Zustand – ein kleines Chaos, das aber seine Ordnung hat.