Lars kornetka: wechsel zum vfl braunschweig – und rangnicks zukunft ungewiss
Braunschweigs neuer Trainer Lars Kornetka hat sein Debüt mit einem 1:0-Sieg gegen Düsseldorf gefeiert. Doch während der VfL-Verband sich auf eine längerfristige Zusammenarbeit einstellt, hängt die Zukunft von Ralf Rangnick bei der österreichischen Nationalmannschaft plötzlich in der Luft.

Rangnick zögert: verlängerung mit österreich unsicher
Der 48-jährige Kornetka hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben. Allerdings bleibt er für die Weltmeisterschaft 2026 weiterhin Assistent von Ralf Rangnick, dessen Vertrag nach dem Turnier ausläuft. SPORT BILD erfuhr, dass der ÖFB aktuell intensiv um eine Vertragsverlängerung mit dem 67-jährigen Coach kämpft. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Gespräche, doch Rangnick soll zögern. Er will sich erst nach den Länderspielen gegen Ghana am 27. März und Südkorea am 31. März entscheiden.
Seit seinem Amtsantritt im Juni 2022 hat Rangnick die österreichische Nationalmannschaft zu einem Aufschwung geführt und die Mannschaft erstmals seit 1998 zur Weltmeisterschaft qualifiziert. Mit einem Durchschnitt von 1,90 Punkten pro Spiel hält er den besten Wert aller längerfristigen ÖFB-Teamchefs. Doch sportlich droht nach der WM ein Umbruch: Vier Leistungsträger – darunter David Alaba, Michael Gregoritsch, Marcel Sabitzer und Marko Arnautovic – könnten ihre Karriere beenden.
Rangnick hat bereits versucht, neue Talente zu gewinnen, wie Paul Wanner von Bayer Leverkusen und Carney Chukwuemeka vom Borussia Dortmund, beide mit doppelter Staatsbürgerschaft. Neben den sportlichen Perspektiven spielt auch die Modernisierung des Verbandes eine Rolle. Mit Sebastian Prödl wurde ein ehemaliger Nationalspieler als Mitarbeiter gewonnen, der Rangnick bei seinen Visionen unterstützt. Projekte wie der Neubau eines Nationalstadions stocken jedoch trotz intensiver Bemühungen.
Der ÖFB will Rangnick unbedingt halten und hat ihm bereits ein erstes Angebot unterbreitet. Auch Partner bieten ihre Unterstützung an. Eine neue Herausforderung als Sportdirektor in der Bundesliga oder der Premier League, wo Rangnick bereits Erfahrungen als Trainer bei Manchester United gesammelt hat, wäre für ihn denkbar. Zudem interessieren sich Investoren für ihn als Klub-Entwickler. Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Zukunft von Rangnick und dem ÖFB.
Die C-Junioren-Europameisterschaft in Deutschland könnte ein wichtiger Testlauf für die neuen Talente sein, die Rangnick in den letzten Jahren förderte. Ob das reicht, um ihn in Österreich zu halten, bleibt abzuwarten.
Die Entscheidung über Rangnicks Zukunft ist nicht nur für den ÖFB von Bedeutung. Sie spiegelt auch die Frage wider, wie die österreichische Fußball-Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft ihren Weg gestalten will. Ein Weg, der ohne den prägenden Einfluss von Ralf Rangnick möglicherweise gar nicht möglich ist.
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