Lauterbach fordert klima-pandemie-alarm – who soll höchste alarmstufe auslösen
Der Gesundheitsminister Karl Lauterbach ruft zum Handeln auf: Die Klimakrise muss als globale Gesundheitsgefahr eingestuft werden. Er fordert eine Ausrufung eines „Gesundheitshotstands von internationaler Tragweite“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Extremes szenarien überholt – who braucht mehr macht
Lauterbach, Teil der „Paneuropäischen Kommission Klima und Gesundheit“ unter der Leitung von Katrín Jakobsdóttir, sieht die Klimakrise als eine Bedrohung von Sicherheit und Gesundheit an. Die Kommission, bestehend unter anderem mit Connie Hedegaard, schlägt den Aufbau eines WHO-Informationszentrums vor, um Regierungen mit Daten zu unterstützen – und will, dass die WHO in Krisenfällen schneller reagieren kann. Bisher fehlte dieser Mechanismus.
Die jüngsten Prognosen der Klimaforschung haben die düstersten Modelle bereits überholt. Doch das ändert wenig an der Dringlichkeit der Lage. Die Kommission warnt vor den schwerwiegenden Folgen des Klimawandels, selbst wenn die wissenschaftliche Bewertung angepasst wird. Es bleibt eine existenzielle Bedrohung.

Who-befugnisse müssen deutlich erhöht werden
Lauterbach argumentiert: „Der Klimawandel müsste eigentlich schon lange ganz oben auf der Agenda der WHO stehen.“ Die Ausrufung eines Gesundheitsnotstands sei ein notwendiger Schritt, um die WHO in die Lage zu versetzen, koordinierte Maßnahmen gegen die Folgen der Erderwärmung einzuleiten – beispielsweise bei extremer Hitze. Die Zeit drängt.
Die EU-Kommission hat bisher die Kompetenzen der WHO in diesem Bereich stark eingeschränkt. Diese Restriktionen müssen verschwinden, um eine effektive globale Reaktion zu gewährleisten. Es geht nicht darum, Panik zu schüren, sondern um eine realistische Einschätzung der Risiken und eine konsequente Handlung.
