Leitmayr & batic: ein tatort-abschied mit überraschungen und adrenalin

München steht still, zumindest für die Fans des Münchner „Tatorts“. Nach 35 Jahren und unzähligen knallharten Fällen nehmen Udo Wachtveitl (Leitmayr) und Miroslav Nemec (Batic) am Ostern 2024 offiziell abschied von der Bildfläche. Ein doppelter Abschied, der mit dem 100. Fall „Unvergänglich“ seine kulminierende Spitze erreicht – und der, wie es scheint, noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Ein fall von verbrannter vergangenheit

Die Ausgangssituation ist ebenso makaber wie faszinierend: Eine verbrannte Leiche wird in einem Versorgungsraum einer U-Bahn entdeckt. Die Tote hatte sich offenbar über ein Online-Portal eine möblierte Wohnung gemietet – ein Detail, das sofort den Verdacht auf einen gezielten Täter weckt, der seine Opfer über solche Wohnungen ausspioniert. Leitmayr und Batic, beide bereits im Ruhestandmodus, nehmen die Herausforderung an und stellen dem vermeintlichen Phantom eine Falle. Die Ermittlungen führen sie zu Kara, die sich in einer lebensbedrohlichen Überdosis Fentanyl befindet und einen mysteriösen Schlüsselbund bei sich trägt. Ein Schlüsselbund, der mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet.

Doch das ist erst der Anfang. Der Fall entpuppt sich als weit verzweigtes Netz aus Drogenhandel und gefährlichen Machenschaften. Kara gerät mit Großdealern aneinander, und Leitmayr und Batic, widerwillig zurück im Dienst, finden sich in einer Situation wieder, die ihr Leben in Gefahr bringt. Es ist ein packendes Finale für ein legendäres Ermittlerduo.

Überraschungen und ein wiedersehen der alten schule

Überraschungen und ein wiedersehen der alten schule

Wer dachte, der Abschied würde feierlich und würdevoll ablaufen, der irrt gewaltig. Leitmayr und Batic lehnen jegliche Feierlichkeiten strikt ab. Ein Versuch ihrer Kollegen, ihnen doch zumindest ein kleines Ständchen zu singen, wird mit der Androhung des Einsatzes der Dienstwaffe quittiert – ein humorvoller Seitenhieb, der die unerschütterliche Professionalität des Duos unterstreicht.

Und dann die Überraschung: Michael Fitz, der ehemalige „Tatort“-Kollege Carlo, taucht unerwartet wieder auf. Ein Wiedersehen, das für Nostalgie sorgt und die lange und wechselvolle Geschichte des Münchner „Tatorts“ würdigt. Es ist ein Zusammenspiel aus Spannung, Humor und Melancholie, das den Abschied der beiden Legenden zu einem unvergesslichen Ereignis macht.

Die Fentanyl-Überdosis, der mysteriöse Schlüsselbund, die Drogenbosse und das unerwartete Comeback von Carlo – all diese Elemente verschmelzen zu einem komplexen und fesselnden Krimi, der bis zur letzten Sekunde in Atem hält. Die Zuschauer dürfen sich auf einen emotionalen und actiongeladenen Abschied von zwei der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens freuen.

Die Zahl 100 ist mehr als nur eine Produktionsnummer. Sie ist ein Zeugnis von drei Jahrzehnten kriminalistischer Spitzenarbeit, von unzähligen Stunden der Recherche und von einer einzigartigen Verbindung zwischen den Schauspielern und dem Publikum. Leitmayr und Batic hinterlassen eine Lücke im deutschen Fernsehen, die nur schwer zu füllen sein wird.