Linnemanns zorn: schröder-schubse bei maischberger

Berlin brennt! CDU-Chef Linnemann entfacht in der Talkshow von Maischberger einen erneuten Schlagabtausch mit SPD-Rochus Miersch. Wieder einmal geht es um Schulden – und um die mangelnde Bereitschaft, die eigene Sparpolitik zu hinterfragen.

Schuldenbremse als schlachtfeld: linnemanns frontalangriff

Schuldenbremse als schlachtfeld: linnemanns frontalangriff

Miersch hatte vor wenigen Tagen die Aussetzung der Schuldenbremse ins Spiel gebracht, um die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zu mildern. Linnemann konterte prompt mit dem Vorwurf der „politischen Faulheit“. Doch das war nur der Anfang. Jetzt schlug es in Mierschs Büro ein: Maischberger konfrontierte Linnemann direkt mit der Frage, ob er seine Position revidieren wolle. Und Linnemann antwortete mit einem kategorischen „Nein!“

„Ich schätze Herrn Miersch sehr“, räumte Linnemann ein, doch betonte gleichzeitig seine Rolle als Generalsekretär und die Notwendigkeit, auch mal die eigenen Fehler zu benennen. „Es ist faul, neue Schulden aufzunehmen, anstatt im eigenen Hause zu sparen.“ Die Worte prallenwohl an, denn die Ministerien, die Auftragsvergabe, selbst die Abgeordneten selbst – überall gibt es Spielraum für Einsparungen. Das müsse jetzt die Priorität sein, nicht die reflexartige Suche nach neuen Finanzierungsquellen.

Maischberger griff daraufhin mit einem Einspieler von Klingbeils Kritik an der CDU-Sparpolitik zurück. „Wenn Sie mit dem geschätzten Koalitionspartner zusammenarbeiten und wir sagen, wir sind in der Lage, Milliarden an Subventionen abzubauen, heißt es erst, das reicht nicht.“ Doch sobald alles vorgerechnet wird, „wird der Anspruch immer kleiner“. Ein bitteres Bild. Linnemann wiederum betonte seine Zufriedenheit mit dem heute erreichten Kompromiss zur Haushalt und Gesundheitsreform. „Wir müssen jetzt einfach weitermachen. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für Reformen, weil die Mehrheit der Bevölkerung sagt: Wir sind bereit für Veränderungen. Deshalb sind wir in der verdammten Pflicht, zu liefern.“

Doch dieser optimistische Ton wurde von Augstein und Blome überschattet. Jakob Augstein spottete über Klingbeils Versprechen und Linnemanns vermeintliche Faulheit. Nikolaus Blome lobte Klingbeils Rede bei der Bertelsmann-Stiftung, mahnte aber auch zur Vorsicht. Der Schuldenstreit ist damit jedoch noch lange nicht gelöscht. Die Frage bleibt: Wer wird in dieser Koalition die Oberhand behalten?