Löwen im abgrund: vechta demoliert braunschweig mit historischem punktestand

Ein Debakel von epischeren Dimensionen als man sie sich je hätte vorstellen können: Die Basketball Löwen Braunschweig sind dem Abstieg aus der easyCredit BBL geweiht. Das 98:120 gegen Rasta Vechta in Niedersachsen ist kein bloßer Fehltritt, sondern ein historischer Tiefpunkt.

75 Punkte in einer halftime – eine schmach für den deutschen basketball

Die Vorstellung, dass Braunschweig eine Halbzeit mit 75 Punkten kassieren würde, war vorab lächerlich. Doch die Realität traf mit kalter Hand zu. Vechta, angeführt von dem blitzgescheiten Alonzo Verge Jr. (29 Punkte), feuerte wie ein Kanonendonner, während die Löwen in der zweiten Hälfte völlig entkräftet wirkten. Die Gäste dominierten von Beginn an, ein 31-Punkte-Gap in der ersten Hälfte war nur eine Frage der Zeit.

Benjamin Schröder, der Hauptaktionär der Löwen, sprach nach der Begegnung mit Augenblick der Ungläubigkeit: „Die erste Halbzeit… schrecklich. Ich habe noch nie so etwas gesehen. 75 Punkte in einer Halbzeit, das habe ich noch nie erlebt, egal auf welchem Level ich gespielt habe. Und wenn du so eine Halbzeit spielst, kannst du gar nicht mehr zurückkommen.“ Seine Frustration war greifbar – ein Ausdruck der bitteren Erkenntnis, dass dieser Abend alles verändern könnte.

Der weg zurück ins lenztal wird steinig

Der weg zurück ins lenztal wird steinig

Die Aussichten für die Löwen sind düster. Zwei Siege in den verbleibenden Spielen gegen Ludwigsburg, Oldenburg und Chemnitz sind nötig, um den Klassenerhalt zu sichern. Doch nach dieser Demontage scheint die Aufgabe kolossal. Der vielleicht entscheidende Rückschlag im Abstiegskampf ist serviert.

Rasta Vechta hingegen festigt seinen Platz im Play-in-Bereich und blickt bereits mit Zuversicht auf die Playoffs. Ein weiterer, denkbar wichtiger Sieg für den Klub von Dennis Schröder.